24.07.2014 14:46
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Solothurn
Wassermassen wälzen sich durch den Kanton Solothurn
Die Wassermassen aus dem Emmental haben die untere Emme im Grenzgebiet der Kantone Bern und Solothurn am Donnerstagnachmittag massiv anschwellen lassen.

Im Kanton Solothurn sei das Wasser bislang nicht über die Ufer getreten, sagte Melanie Schmid, Mediensprecherin der Solothurner Kantonspolizei, auf Anfrage. Meldungen über Schäden würden nicht vorliegen.

Die Solothurner Kantonspolizei hatte kurz vor Mittag eine Warnung vor einer Flutwelle herausgegeben. Sie forderte die Bevölkerung auf, sich von den Ufern der unteren Emme und des Emmenkanals zu entfernen. Die Polizei und Feuerwehren informierten die Bevölkerung vor Ort über Lautsprecher. Bei der Messstation Emme-Wiler, bei der Limpachmündung im Kanton Bern, wurde ein Abflussspitzenwert von 432 Kubikmeter pro Sekunde (m3/s) gemessen. Nach 13.30 Uhr ging die Abflussmenge wieder zurück. Die Emme brachte Baumstämme, Äste und viel Dreck mit sich.

Auch der Werkkanal in Gerlafingen SO führte viel mehr Wasser als üblich. Die Abflussmenge betrug bis zu 20 m3/s. Die braunen Wassermassen wälzen sich bei Luterbach SO in Aare. Das Bundesamt für Umwelt ist nach eigenen Angaben in Kontakt mit den Behörden des Kantons Bern.

Diese versuchten im Regulierwerk zwischen Port und Brügg vorübergehend Wasser, das von den Jurarandseen in die Aare fliesst, zurückzuhalten. Offenbar bislang mit Erfolg: Die Abflussmenge bei der Messtation Murgenthal AG reduzierte sich deutlich.

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