Mittwoch, 3. März 2021
19.01.2012 11:02
Wasser

Wasserverbrauch in der Schweiz sinkt trotz wachsender Bevölkerung

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Von: sda

In der Schweiz leben immer mehr Menschen, und dennoch geht der Wasserverbrauch stetig zurück. Die Gründe nennt der Schweizerische Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW): Wasserintensive Industriezweige wandern ab, und Wasserspartechnik setzt sich immer mehr durch.

Gemäss der am Donnerstag vom SVGW publizierten  Trinkwasserstatistik ging der Gesamtverbrauch an Wasser 2010  gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf 941 Millionen Kubikmeter  zurück, obwohl die Zahl der Bevölkerung um 1,1 Prozent zugenommen  hat. Der aktuelle Durchschnittsverbrauch liegt bei 325 Liter pro  Person und Tag.

Bis in die achtziger Jahre war mit der Einwohnerzahl auch der  Wasserverbrauch gestiegen. Dann wendete sich der Trend. Der  Wasserverbrauch sank auf das Niveau der sechziger Jahre, obwohl die  Bevölkerung um einen Drittel zunahm.

Einer der Gründe für den sinkenden Wasserverbrauch liegt im  strukturellen Wandel der Wirtschaft. Wasserintensive Industriezweige  sind verschwunden oder haben ihre Produktion ins Ausland verlegt,  der Dienstleistungssektor hingegen wächst.

Wassersparende Waschmaschinen und Geschirrspüler, Sparbrausen  oder Spartasten an der WC-Spülung tragen ebenfalls zum  Verbrauchsrückgang bei.

Ein weiterer Grund für den sinkenden Verbrauch: Die  Wasserversorger prüfen ihr Leitungsnetz mit moderner Technologie  systematisch auf Lecks und können dadurch rasch reagieren. So  konnten sie die Wasserverluste in den letzten 30 Jahren von 80 auf  40 Liter pro Einwohner und Tag reduzieren.

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