Sonntag, 22. Mai 2022
15.09.2015 11:24
USA

Wegen Dürre und Wind sind Feuer ausser Kontrolle

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Von: sda

In Kalifornien richten die heftigen Wald- und Buschbrände immer grössere Schäden an. Dürre und wechselhafte Winde sorgen für eine rasend schnelle Ausbreitung der Brände an der US-Westküste.

Die heftigen Wald- und Buschbrände im Norden Kaliforniens sind in einigen Gegenden ausser Kontrolle geraten. Wegen der extremen Trockenheit breiteten sich die Flammen so schnell aus wie seit Jahrzehnten nicht mehr, wie Katastrophenschutzleiter Mark Ghilarducci sagte. Gouverneur Jerry Brown rief den Notstand für weitere Gebiete aus. Nach Angaben der Brandschutzbehörde CalFire kam ein Mensch ums Leben, wie der lokale Sender ABC 7 News berichtete. Einzelheiten zu dem Todesfall lagen auch Stunden später noch nicht vor.

Tausende Feuerwehrleute im Einsatz

Tausende Feuerwehrleute sind in den zwei von Bränden betroffenen Regionen im Norden des US-Bundesstaates im Einsatz, um Siedlungen und einzelne Wohnhäuser vor den Flammen zu schützen. Im Bezirk Lake County, etwa 120 Kilometer nördlich von San Francisco, liessen die Behörden viele Ortschaften evakuieren. Etwa 17’000 Menschen mussten rasch ihre Häuser verlassen.

Bis zum Montagmorgen brannten in der Gegend 400 Häuser nieder, wie ABC 7 News berichtete. Insgesamt sollen bis zu 1000 Gebäude, also auch Stallungen, Scheunen und Hütten, zerstört worden sein. Innerhalb weniger Stunden habe sich die Brandfläche um 160 Quadratkilometer ausgeweitet. Vier Feuerwehrleute erlitten bei ihrem Kampf gegen die Flammen des «Valley Fire» am Wochenende leichte Verletzungen. Der Brand sei noch an keiner Stelle richtig eingedämmt, sagte ein Vertreter von CalFire der Zeitung «Los Angeles Times».

Ende Juli von Blitzschlägen entfacht

In der zweiten betroffenen Region, etwa 170 Kilometer östlich von San Francisco, brannten ebenfalls mindestens 80 Häuser nieder. Auch in der Region der Sequoia- und Kings-Canyon-Nationalparks wüten Brände, die bereits Ende Juli von Blitzschlägen entfacht worden waren. Das sogenannte Rough Fire ist erst zu einem Drittel unter Kontrolle. Es bedroht auch Kaliforniens berühmte Mammutbäume in der von vielen Touristen besuchten Grant Grove.

In den USA gibt es derzeit mehr als 30 Grossbrände. 36’000 Quadratkilometer Land wurden bereits zerstört, allein vom Bund flossen bislang 1,31 Milliarden Dollar in die Brandbekämpfung. 2015 droht in den USA, zum Rekordjahr der Wald- und Buschfeuer zu werden, sowohl von den Kosten als von der verbrannten Fläche her gesehen.

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