Dienstag, 3. August 2021
22.09.2018 08:32
Gesundheit

Welt hat riesiges Alkoholproblem

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: sda

Die Welt hat ein riesiges Alkoholproblem. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt in einem Bericht vor den enormen gesundheitlichen und sozialen Konsequenzen des Alkoholkonsums.

2016 seien dadurch weltweit rund drei Millionen Todesfälle oder 5,3 Prozent aller Sterbefälle verursacht worden. Das waren mehr Todesfälle als durch Tuberkulose, HIV/Aids und Diabetes verursacht wurden. Allein 2,3 Millionen Männer starben laut WHO an den Folgen ihres Alkoholkonsums.

Die Schweiz ist in dieser Beziehung kein Musterknabe: Hierzulande war im Berichtszeitraum 4,5 Prozent der Mortalität auf Alkohol zurückzuführen.

20 Prozent sterben wegen Alkohol

Weltweit wurden 28 Prozent der Todesfälle, die auf Alkohol zurückzuführen waren, durch Unfälle oder Gewalttaten verursacht. 21 Prozent der Todesfälle waren auf Erkrankungen des Verdauungstraktes zurückzuführen, bei 19 Prozent führte der Alkohol zu Herz-Kreislauferkrankungen, bei 13 Prozent zu Infektionen und bei 12 Prozent zu Krebsleiden.

Weltweit konsumierten 2016 2,3 Milliarden Menschen im Alter ab 15 Jahren Alkohol. Das seien zu viele Personen, ihre Familien und die Gemeinwesen litten unter den Konsequenzen der Sucht, wie Gewalt, körperliche und geistige Einschränkungen oder Erkrankungen wie Krebs, erläuterte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf.

Europäer trinken am meisten

Der fast 500seitige Bericht stellt fest, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Nord- und Südamerika, Europa und Westpazifik Alkohol trinken. Europa hält weiterhin den Rekord beim Konsum pro Einwohner. Dies obwohl dieser seit 2010 um über zehn Prozent gesunken ist.

2016 konsumierte jede Schweizerin und jeder Schweizer im Durchschnitt 11,5 Liter reinen Alkohol; die Männer tranken mehr als 18 Liter und die Frauen mehr fünf Liter reinen Alkohol. Bei fast der Hälfte der konsumierten alkoholischen Getränke, handelte es sich um Wein und bei rund einem Drittel um Bier.

Nach Ansicht der WHO könnten alle Länder mehr unternehmen, um die gesundheitlichen und sozialen Kosten des Alkoholmissbrauchs zu senken. Massnahmen wären die Erhöhung von Steuern, Verbote oder Einschränkungen bei der Werbung und Reduktion des Angebots.

Mehr zum Thema
Allerlei

Aus den Gärresten von Biogasanlagen sollen künftig Verbundwerkstoffe hergestellt werden. - lid Forscher der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) in Denkendorf haben aus Gärresten einer Biogasanlage einen Verbundwerkstoff…

Allerlei

In der Kategorie Meitli2 (M2) siegte Jolina Zemp. - zvgKategorie Zwergli:_Ruch (rot) vs Heutschi. - zvgKategorie Frauen: Brunner vs Riesen (blau). - zvgKategorie Meitli1 (M1): Philipona (schwarz) vs Linggi. -…

Allerlei

In Griechenland und der Türkei wüten Waldbrände. - pixabay Tausende Feuerwehrleute haben in Griechenland und der Türkei den Kampf gegen die verheerenden Waldbrände fortgesetzt. Bei einem gewaltigen Feuer auf dem…

Allerlei

Am Nationalfeiertag halten die Bundesräte zahlreiche Reden.  - EDI ENGELER Mit Zuversicht, Mut und Zusammenhalt in die Zukunft: Gleich drei Bundesräte haben am Samstag in ihren 1.- August-Reden diese Werte…

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE