Donnerstag, 30. Juni 2022
22.05.2022 17:50
Tierschutz

WWF will Einfuhr von Jagdtrophäen nicht verbieten

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Von: jgr

Wer über genug Bargeld verfügt, kann in Afrika artgeschützte Tiere schiessen und die Trophäen nach Hause nehmen. Eine Motion will das nun verbieten, doch der WWF lobbyiert dagegen. 

Das Töten von Tieren, die unter das seit 1975 geltende Washingtoner Artenschutzabkommen Cites fallen, ist in Afrika erlaubt. Der Handel mit Elfenbein sei zwar verboten, aber wer eigenhändig einen Elefanten erlege könne dessen Trophäen rechtmässig nach Hause nehmen, schreibt die «Sonntags Zeitung». 

Die Cites-Datenbank zeigt, dass zwischen 2004 und 2014 1,7 Millionen Tiere getötet wurden, 200’000 davon zählten zu gefährdeten Arten.

Total 462 Tiere

Die Grosswildjagd ist auch bei Schweizerinnen und Schweizer beliebt. Die Cites-Stelle Schweiz verbuchte von 2010 bis 2020 die Einfuhr von unter anderem 45 Elefanten, 22 Nilkrokodilen, 2 Alligatoren, 76 Schwarzbären, 39 Braunbären, 1 Eisbären, 24 Leoparden, 23 Afrikanischen Löwen, 7 Pumas, 7 Geparden, 3 Walrossen, 2 Breitmaulnashörnern, 25 Flusspferden. Total waren es 462 Tiere.

Deshalb fordert eine Motion der ehemaligen GLP-Nationalrätin Yvonne Chevalley ein Importverbot solcher Jagdtrophäen. Der Nationalrat nahm die Motion an, am 30. Mai kommt sie nun in den Ständerat.

Allerdings stehen die Chancen schlecht, dass dieser ebenfalls zustimme, schreibt die Sonntags Zeitung. Die ständerätliche Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK SR) empfiehlt die Motion mit 8:4 Stimmen zur Ablehnung. Dabei beruft sie sich in ihrer Argumentation ausgerechnet auf eine Umwelt- und Tierschutzorganisation – den WWF.  Denn dieser lobbyiert aktiv gegen das geforderte Verbot.

Angst vor Wilderei

In einem Brief an den Ständerat schreibt der WWF:  «Die Trophäenjagd leistest zwar meist keinen grossen Beitrag ans Bruttosozialprodukt betroffener Länder.  Aber: Das daraus generierte Einkommen ist für die lokale Bevölkerung in den entlegenen, ländlichen Gebieten sehr wichtig. Verlieren sie diese Einnahmen, wird die Wilderei zunehmen, damit der Einkommensverlust ausgeglichen und Schäden in der Landwirtschaft vermindert werden können.»

Die Ansicht, dass die Trophäenjagd der örtlichen Bevölkerung zugutekomme, ist umstritten, die Studienlage widersprüchlich. Mehr als 50 Schweizer Tierschutzorganisationen und über 4000 Personen sehen es anders und unterstützten die  Petition von Chevalley.

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