15.03.2019 14:57
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Schwyz
Zitze abgetrennt – Tierquälerei?
Eine schreckliche Entdeckung machte Landwirt Beat von Rickenbach am vergangenen Sonntagmorgen in seinem Stall in Steinerberg SZ. Bei einer Kuh wurde eine Zitze abgetrennt. Das Tier befindet sich auf dem Weg der Besserung.

Eigentlich sollte der Sonntag ein schöner Tag werden. Denn der Landwirt am vergangenen Sonntag 35 Jahre alt. Doch als er den Stall betrat, stockte ihm der Atem.

Bei einer seiner 30 Milchkühe fehlte eine Zitze. «Ich war schockiert und persönlich kann ich nicht glauben, dass ein Mensch einem Lebewesen so etwas antun kann», sagte von Rickenbach zum «Bote der Urschweiz». Möglich wäre es, dass sich jemand über Nacht Zutritt zum Stall verschafft hat. Dafür sprechen könnte: Von der abgetrennten Zitze fehlt jede Spur.

Der Landwirt reichte eine Anzeige gegen Unbekannt ein. Dies bestätigt die Kantonspolizei Schwyz. Wie genau die Verletzung zustande gekommen ist, ist noch unklar. Die Ermittlungen sind immer noch im Gang.

Die dreieinhalbjährige Kuh wurde vom Tierarzt ins Tierspital Zürich überwiesen. Dort wurde sie am Montag operiert. Die Chancen für eine Genesung stehen gut, sagt der behandelnde Tierarzt und Abteilungsleiter der Grossstierreproduktion, Ulrich Bleul, zu «20 Minuten». Die Verletzung stellt ihn aber vor ein Rätsel

«Anhand der Verletzung kann nicht gesagt werden, wie sie zustande kam», sagt er. Zwar komme es immer wieder vor, dass sich Kühe solche Verletzungen selbst zufügten. «Das Spezielle an diesem konkreten Fall ist, dass diese Zitze so nahe am Euter entfernt wurde», sagt der Tierarzt zu «20 Minuten». 

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