1.10.2018 15:00
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Wetter
Zu warm, zu sonnig, zu trocken
Das September-Wetter hat hierzulande vielerorts neue Rekordwerte gebracht. Im Wallis war es zum Teil so warm wie noch nie in diesem Monat. Im Nordosten lag dagegen die Zahl der Sonnenstunden auf Rekordniveau. Die Kehrseite der Medaille war die Trockenheit.

In Sitten lag die durchschnittliche Temperatur im September bei 18,7 Grad, wie SRF Meteo am Montag mitteilte. Damit wurde der erst zwei Jahre alte Rekord nochmals um 0,3 Grad übertroffen. Ein neuer Rekord wurde im Goms mit 12,4 Grad gemessen. An den anderen Messstationen im Wallis lag der diesjährige September meist auf Platz 2 hinter dem September von 1961.

Doch auch landesweit war der September zu warm. Nördlich der Alpen und im Tessin war es rund 2,5 Grund wärmer als im Schnitt. Fast in allen Regionen gehörte der Monat zu den zehn wärmsten seit Messbeginn. Am höchsten kletterte das Quecksilber in Genf, wo 31,4 Grad gemessen wurden. In Chur war es heisse 30,3 Grad. In Sitten wurde die 30-Grad-Marke an fünf Tagen erreicht. In der Regel gibt es laut SRF Meteo nur alle fünf bis zehn Jahre einen Hitzetag.

Nicht nur die Temperaturen waren im September auf Rekordkurs. In der Schweiz gab es auch deutlich mehr Sonnenstunden als üblich. Vor allem in der Nordostschweiz zeigte sich die Sonne bis 60 Prozent länger als im Durchschnitt. In St. Gallen, Wädenswil, im Norden der Stadt Zürich, aber auch in Aarau und Luzern gab es noch nie so viel Sonnenschein wie jetzt. Absolut gesehen lag Nyon an der Spitze mit 258 Sonnenstunden. Dort war es nach 1985 der zweitsonnigste Septembe

Wie schon im Sommer führten die warmen Temperaturen zu ausgeprägter Trockenheit. Im Tessin und am Genfersee gab es vielerorts nur zehn bis 30 Prozent der üblichen Regenmenge. Besonders trocken war es in Bière/VD und Nyon/VD mit rund 10 Millimetern Regen. Am meisten Niederschlag gab es an den zentralen und östlichen Voralpen und Alpen. Auf dem Säntis wurden 184 Millimeter Regen verzeichnet.

Auch MeteoSchweiz hebt in der September-Bilanz die Niederschlagsarmut hervor. Auf der Alpensüdseite und im Gebiet vom Neuenburgersee zum Genfersee lieferte der September verbreitet weniger als 20 Prozent der normalen Niederschlagsmengen. Die übrigen Regionen erhielten meist zwischen 40 und 80 Prozent der Norm 1981–2010. "Die ausgesprochene Niederschlagsarmut im September ist auf der Alpensüdseite, in Teilen der West- und Nordwestschweiz,  im Wallis sowie im Gotthardgebiet ein seit rund 20 Jahren anhaltendes Phänomen", schreibt Meteoschweiz.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE