Freitag, 23. Juli 2021
03.07.2021 19:45
Italien

Autofahrer verfolgt Wölfe und wird verurteilt

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Von: sda

In Italien  verfolgte ein Autofahrer mehrere Wölfe. Nun wurde er wegen Tierquälerei verurteilt. 

Er hatte ein Rudel Wölfe über mehrere Kilometer mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde gejagt und gedroht, sie zu «schlachten», sobald er sie «erwischt» habe. Aus diesem Grund wurde Luca Ghedina, Bruder des ehemaligen italienischen Skichampions Kristian Ghedina, wegen Tierquälerei verurteilt.

Am 9. Januar 2021 wurde das Video aufgenommen. Das Video des Vorfalls machte sofort die Runde im Netz und gelangte auch zu Enpa, der nationalen Tierschutzbehörde, die den Fahrer anzeigten. Vor wenigen Tagen wurde der Filmer vom Gericht zur Zahlung einer Busse von 6’000 Euro verurteilt

Sieg für Tierschützer

«Die Episode fand am Passo Tre Croci statt»- erinnert sich die Tierschutzorganisation in einer Mitteilung auf ihrer Website, um den Sieg zu verkünden.

«Dies ist ein sehr wichtiger Sieg», sagt Carla Rocchi, die nationale Präsidentin von Enpa, «weil er unterstreicht, wie inakzeptabel ein solches Verhalten ist, und ich danke der Anwältin Claudia Ricci dafür, dass sie diesen Kampf geführt hat».  Was sie in diesem Video gesehen habe, sei genau das, was man nicht tun sollte, wenn man diesen Tieren begegne, fährt Carla Rocchi fort. «Sie wurden vom Verfolger gezwungen, über zwei Kilometer mit 50 Kilometern pro Stunde zu laufen, was in einer an sich schon ungünstigen Zeit viel Energie verbrauchte.»

Aus dem Video gehe klar hervor, dass der Mensch durch die Wölfe Schaden erlitten hat, aber das könne keine Rechtfertigung für ein solch falsches, gefährliches und unnötig grausames Verhalten sein, findet die Tierschützerin.

Besser das Licht abschalten

Enpa habe die Landwirte schon immer aufgefordert, alle möglichen Massnahmen zum Schutz ihrer Tiere zu ergreifen – Prävention sei möglich, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Organisation bekräftigt daher noch einmal, dass ein solches Verhalten nicht nur im Hinblick auf die Achtung der Würde der Tiere inakzeptabel sei, sondern auch gefährlich für diejenigen, die es in die Tat umsetzen.

Der Mann hätte gut daran getan, in Sicherheit anzuhalten, vielleicht für ein paar Augenblicke das Licht auszuschalten und dann in aller Ruhe wieder anzufahren, so die Entscheidung des Gerichtes. 

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9 Responses

  1. Dem Räuber wurde das selbe auferlegt, was der seiner Beute zumutet und antut, nur diesmal von einem Spitzenprädator. Eigentlich das natürlichste der Welt, mit der Ausnahme, dass die Spiesse nicht gleich lang waren.

    1. Was dieser menschliche Verfolger gemacht hat ist ein Wahn. Seit dem Auftreten von einzelnen Wolfsindividuen interessiere ich mich für Wölfe, über Wölfe in verschiedenen europäischen und asiatischen Ländern. Hirten auf Pferden wurden oft von Wolfsrudeln verfolgt über viele Kilometer, die Wölfe hielten Schritt mit den sehr schnellen Pferden, so dass die Hirten Angst um die Pferde und sich selbst hatten. Man muss akzeptieren, dass der Wolf sich seine Opfer mit einer ausdauernden Geschwindigkeit h

  2. Schade, dass die Wölfe immer noch den Ruf haben Bestien zu sein. Um sich ein Bild über eines der klügsten und faszinierendsten Tiere zu machen empfehle ich folgende Bücher/Autoren: Die Weisheit der Wölfe von Elli H. Radinger; Mein Beschützer, der Wolf von Christofer Ross; Der Ruf der Wolfsfrau von Renee Askins; Im Kreis des Wolfes von Nicholas Evans; Der Zorn der Wölfe von Jiang Rong. Spannend und lehrreich ????

  3. Kein Tier wurde verletzt, keines getötet. Wenn Tierfilmer mit Dronen und Helis filmen und ähnliche Bilder entstehen, ist das natürlich keine Tierquälerei. Ich habe aus rein rechtlichen Gründen, Mühe mit der Feststellung der strafrechtlich relevanten Tatbestandes und hoffe, dass der Entscheid weitergezogen werden kann. Im Übrigen bin ich als Tierhalter ein Gegner des Wolfes in unseren Breitengraden, denn ich habe die Schlachtfelder gesehen.

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