21.08.2020 06:02
Quelle: schweizerbauer.ch - Monika Helfer
Blog
«Bauer, ledig, sucht...»: Blonde Engel und alte Bekannte
Am Donnerstagabend hiess es wieder «Bauer, ledig, sucht...» auf dem TV-Sender 3+. Landwirtin Monika Helfer aus Courlevon FR kommentierte auch in Staffel 16 die Sendung jeweils nach der Ausstrahlung in ihrem Blog.

Corona. Ja, dieses Wort kennt mittlerweile die ganze Welt. Auch die ledigen Bauern bekommen es zu spüren. Der gewohnte Sendestart wurde um einige Wochen nach hinten verschoben. Ebenfalls fand dieses Jahr keine Stubete statt. Zuerst dachte ich, wie soll das denn gehen? Doch nach über zwei Stunden Landliebe muss ich sagen, dass ich es fast besser finde. 

Frauenheld sucht nur eine Hofdame 

Starten wir doch mit dem 39-jährigen Peter aus dem Emmental. Die treuen Fans kennen ihn noch. Peter war der Bauer, der fast täglich eine neue Hofdame hatte. Vielleicht nicht ganz, aber vier Damen waren es sicher. Angeblich hat Peter dazugelernt und sich gebessert. Beim Übergeben der Liebespost erklärt Marco Fritsche noch einmal die Spielregeln. Zwei Damen kommen zum Bauern auf dem Hof und noch am gleichen Tag muss er sich für eine entscheiden. Ob Peter dies auch kann – wir werden es sehen. Brav wählte er das blonde, 28-jährige Model Jamie sowie die die 31-jährige, rothaarige und Motorrad begeisterte Noelle aus. Als die zwei Damen auf dem Hof ankommen, müssen sie sich gleich beweisen.

Mit dem Reform-Fahrzeug geht es durch einen Parkour. Die Siegerin Jamie erhält einen kleinen Kuss auf die die Wange. Der Tag neigt sich dem Ende entgegen, somit muss eine Entscheidung her. Peter entscheidet sich für den Blonden Engel Jamie. Ich muss sagen, Peter hat tatsächlich Wort gehalten. 

Ausstehende Entscheidung

Wechseln wir den Bauern, aber nicht den Kanton. Nach dem Tod des Vaters vor rund zehn Jahren musste der heute 28-jährige Bauer Markus den Hof übernehmen. Seither ist er viel allein und sucht nun eine neue Partnerin. Als ich in der Werbung sah, dass es sich um Küsu handelt, freute ich mich riesig. Weil Küsu und ich vor über zehn Jahren gemeinsam an der Berufsschule waren. Er war immer ein fröhlicher, hilfsbereiter und lustiger Kerl. Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn er hier seine Liebe des Lebens fände. Marco Fritsche bringt Küsu einige Briefe. Über die grosse Menge ist Küsu sehr überrascht. Marco Fritsche schimpft, er solle sich nicht unter seinem Wert verkaufen!

Küsu entscheidet sich für die 27-jährige Detailhandelsfachfrau Michelle aus dem Emmental sowie die 25-jährige Pflegefachfrau Esther aus Zürich. Damit er seine Damen abholen kann, bindet er kurzerhand sein Sofa auf dem Ford-Traktor an. So suva-konform ist es wahrscheinlich nicht, doch Küsu schaut, dass die zwei Damen nicht runterfallen. Die Frauen finden die Idee toll, auch die Sicherheitsgurte werden akzeptiert.

Zu Hause angekommen zeigt Küsu den Damen seinen Hof. Bei den Gänsen gesteht Michelle, dass sie Vegetarierin ist. Zum Abendessen gibt es zu ihrem Glück auf dem Grill nicht Fleisch, sondern Raclette. Doch eine Entscheidung gibt es bei Küsu leider noch nicht. Ich denke, dass er sich für Michelle entscheiden wird. 

Will keine Briefe

Der jung-gebliebene 52-jährige Roland, ebenfalls aus dem Kanton Bern, bekommt Besuch von Christa Rigozzi. Gerne würde er ihr ein paar Küsse schenken, doch Corona lässt mal wieder grüssen. Ihr Korb ist voll mit Liebespost, doch der Bauer zeigt kein Interesse. Er habe selber vor Kurzem eine Frau kennengelernt und möchte gerne mit ihr diese Hofwoche in Angriff nehmen. Rigozzi zeigt sich überrascht, gibt aber grünes Licht.

Mit Karotten und einer Rose schmückt er sein Gokart-Taxi. Die ebenfalls jung-gebliebene 47-jährige Sandra begrüsst Roland herzlich. Zu Hause auf dem Hof bekommt sie die Aufgabe, den grossen Bagger zu bewegen. Roland ist ziemlich beeindruckt. Nicht nur das Taxi war voller Karotten auch der Weg zum Zimmer ist so dekoriert. Wenn Karotten Sandras Lieblingsgemüse sind, hat sie sicher den richtigen Bauern gefunden. 

Liebe auf den ersten Blick

Der 41-jährige, schüchterne St. Galler Andreas hat den Hof vor fünf Jahren übernommen. In dieser Zeit hat er seine ganze Energie in den Hof gesteckt. Doch nun ist die Zeit gekommen. Christa überreicht ihm einen Korb voller Liebespost. Andreas entscheidet sich direkt für die sympathische 38-jährige Rebekka, die nur 20 Minuten vom ihm entfernt wohnt. Bei der Begrüssung sprang wahrscheinlich schon der erste Funke über. Die Schüchternheit verfliegt sofort, er macht ihr mehrere Komplimente und flirtet, was das Zeug hält. Rebekka ist gelernte Milchtechnologin und will seinen modernen Melkroboter begutachten. Andreas ist begeistert von ihrem Fachwissen.

Zu Hause angekommen beklagt sich Rebekka, dass ihr kalt sei, sofort reagiert Andreas. So wie die zwei sich verstehen, könnte vielleicht schon nächste Woche der erste Kuss fallen. 

Distel für die Hofdame 

Der Bünder Andy (49) ist seit sechs Jahren Single. Zuvor war er 20 Jahre verheiratet. Er vermisst die Zärtlichkeiten und würde sich über eine neue Liebe freuen. Mit viel Sorgfalt bereitet er ein Herz vor. Dieses schneidet er in zwei Teile. Den ersten Teil bekommt die auserwählte Hofdame, den zweiten bekommt sie, wenn Andy sich verliebt hat.

Auf seinem Hof übergibt Christa Rigozzi Andy seine zwei auserwählten Hofdamen, Karin und Sandra. Der Bauer gibt sich nicht gerade viel Mühe mit ihnen. Er begrüsst sie immer noch in den Arbeitsklamotten. Andy will seine Hofdamen testen und stellt ihnen die Aufgabe, in fünf Minuten so viele Disteln auszuziehen wie möglich. Damit will er schauen, wie kompliziert die Frauen sie sind.

Aber sorry, das geht gar nicht. Karin hat ein wunderschönes Dirndl an. In diesem Kleid muss sie nun die dornigen Disteln ausziehen. Immerhin gibt Andy ihnen ein paar Handschuhe. Wie ein Sklaventreiber feuert er seine Hofdamen an. Am Ende schaut er sich nicht einmal das Ergebnis an.

Weiter geht es mit dem Verhör. Doch Andy ist alles andere als vorbereitet. Letztlich entschied er sich für Karin. Ihr Zimmer solle im Stroh sein. Gelassen nimmt sie es entgegen, bis er ihr noch ihr richtiges Zimmer zeigt. Ich habe ein schlechtes Gefühl und glaube nicht, dass das gut kommt. 

Der sehr heikle Bauer Markus

Zu guter Letzt kommt noch der 50-jährige Berner Markus. Er und sein 13-jähriger Sohn leben in einem piekfeinen Haus. Er sucht keine Putzfrau und auch kein Kindermädchen, sondern eine Frau für sein Herz. Seine Freundin Marlies, die letztes Jahr ihren Schweine-Bauern Martin bei BLS gefunden hat, hilft beim Sortieren der Liebespost. Doch Markus ist extrem heikel, kein Foto gefällt ihm: «weg, eine Zahnlücke – weg». Letztlich war keine passende Frau dabei. Marlies hat zum Glück einen Trumpf im Ärmel und zeigt ihm ein Video ihrer Kollegin Pia. Und Markus entscheidet sich für sie. 

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