2.10.2020 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - Monika Helfer
Blog
«Bauer, ledig, sucht...»: Erster Kuss und erste Zweifel
Am Donnerstagabend heisst es wieder «Bauer, ledig, sucht...» auf dem TV-Sender 3+. Landwirtin Monika Helfer aus Courlevon FR kommentiert auch in Staffel 16 die Sendung jeweils nach der Ausstrahlung in ihrem Blog.

Die Hofwoche von Roland und Sandra ist fast zu Ende. Bis anhin hat Roland immer den Tagesplan durchgegeben. Jetzt kehren sie den Spiess einmal um. Und Sandra hat etwas Besonderes vor. In luftiger Höhe.

Auf fast 2000 Metern über Meer wollen sie auf einen First Glider hochhinaus. Für die Leute, die das nicht kennen, ich würde es als Adler Alpenachterbahn beschreiben. Roland steigt ohne zu zögern ein.

Den Adrenalin-Schub brauchen die zwei wahrscheinlich auch. Denn beim gemeinsamen Gespräch und beim Glas Schaumwein, stossen sie auf das Ende der Hofwoche und auf die kommende Zeit, die sie gemeinsam verbringen wollen, an. Wie es sich gehört, besiegelt Roland das mit dem ersten, langersehnten Kuss. Amor hat bei den zweien voll ins Schwarze getroffen. 

Erste Zweifel

Antony und Concetta hatten einen sehr guten Start. Auch das erste Frühstück mit den Kindern verlief problemlos. Der Nachwuchs liebt die hübsche Italienerin.

Nebst der Kinderbetreuung ist die Hofarbeit nicht zu vergessen. Nach getaner Arbeit gibt es ein kühles Bier. Sie nützen die Zeit und fragen einander aus. Leider finden sie nicht überaus viele Gemeinsamkeiten. Concetta reist gern, Antony hat keine Zeit dafür. Concetta möchte gern noch Kinder, Antony hat damit eigentlich schon abgeschlossen. Concetta glaubt an die grosse Liebe, Antony hingegen ist mit der Scheidung ein gebranntes Kind. Diese Unstimmigkeiten bringen Concetta sogar dazu, einige Tränen zu verdrücken.

Die gute Stimmung des ersten Abends ist leider verschwunden. Ich hoffe, Concetta bleibt trotzdem die ganze Woche. 

Gleiche Interessen, gleiche Liebe

Der Bauer Marcel und die Hofdame Jasmin sind beide gelernte Landwirte. Beim gemeinsamen Frühstück kommt heraus, dass Marcel mehr der Frühaufsteher ist und Jasmin eher der Nachtmensch, ich verstehe Jasmin nur zu gut. Ich ticke genau gleich. 

Da Jasmin jedoch auf einem Milchwirtschaftsbetrieb arbeitet, ist sie sogar früher auf als der Bauer. Bei ihren täglichen Aufgaben es nicht verwunderlich, dass die Hofdame ohne weiteres die Tiere versorgt. Auf die Frage, welches Tier sein liebstes sei, antwortet der Bauer: «alle». Jasmin hat am liebsten Kühe. Ich mag eigentlich auch fast alle Tiere, aber Kühe haben es mir schon angetan. 

Weitere Treffen

Ende gut alles gut? Als Andreas und Rebekka in die Hofwoche starteten, waren sie eines der vielversprechendsten Paare.

Doch mein Bauchgefühl war falsch. Obwohl: Eigentlich hätte es gepasst, doch Rebekka möchte keine Kinder mehr. Das stört den Bauern zu sehr. So sehr, dass er nicht an eine Beziehung glaubt.

Nun ist die Zeit des Abschieds gekommen, aber so einfach gibt Rebekka nicht auf. Sie will sich weiterhin mit ihm treffen. In der zusätzlichen Zeit will sie die Unstimmigkeiten bereinigen. 

Abreise

Bei Markus und Pia lief es nie so berauschend. Da ist es kein Wunder, dass Pia erneut das Zepter in die Hand nimmt und nach seinen Gefühlen fragt. In Markus’ Herz hat sich trotz allen Bemühungen nichts getan. Auch die gemeinsamen Hobbys halten sich in Grenzen. Mit so wenig gemeinsamen Interessen wird es schwierig.

Nach dieser Aussprache sieht Pia keinen Grund mehr, länger zu bleiben. Sie packt ihre Koffer und verabschiedet sich bei Markus und dessen Sohn Nico. Ich denke, es ist für beide besser so. Wenn es halt nicht passt, kann man nichts erzwingen. 

Keine Liebesfunken

Karin liebt die Bündner Berge. Umso mehr freute sie sich, als Andy zum Abschluss noch einmal auf das Maiensäss will. Dort oben tankt Karin noch einmal Energie für das Gespräch. Denn Andy hat leider keine guten Nachrichten. Karin schätze die gemeinsame Zeit und die Erlebnisse.

Auch Andy möchte die Zeit nicht missen, doch in seinem Herz funkt es nicht. Leider ist nun die Zeit gekommen, Karin packt ihr Koffer und verabschiedet sich mit einer sehr langen Umarmung.

Ich habe das Gefühl, dass Karin die Entscheidung akzeptiert, denn die Freundschaft ist ihr sehr ans Herzen gewachsen. Es ist immer Schade, wenn nur ein Herz brennt. 

Auf der Suche 

Da viele Bauern die Hofwoche beendet haben, kommen jetzt wieder neue, liebeshungrige Bauern zum Zug. Der Postbote Marco Fritsche bringt dem 37-jährigen Hansueli aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden seine Post.

Nach einer langen Beziehung ist er seit einem Jahr wieder auf der Suche. Hansueli steht voll im Leben. Der grosse Betrieb und der Umbau vom Haus haben ihm voll im Griff. Für die richtige Frau würde er sich aber Zeit nehmen. 

Sohn und Mutter wählen aus

Der zweite ist der 30-jährige Res aus dem Berner Kandertal. Res kümmert sich mit den Eltern um seine acht Kühe und fünf Mastrinder. Die Zeit ist knapp und seine Schüchternheit steht ihm im Weg. Nun hätte Res die Möglichkeit seinen Mann zu stehen, doch er zieht vorsichtshalber seine Mutter bei. Zusammen lesen sie die Briefe. Nachdem er jeden durchgelesen hat, entscheidet er sich für die 24-jährige Ruth.

Seine Mutter will lieber die Kochfreudige Tanja. Wird spannend, welche dieser zwei Damen die Hofwoche beendet. 

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