18.09.2020 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - Monika Helfer
Blog
«Bauer, ledig, sucht...»: Romantik liegt in der Luft – zum Teil
Am Donnerstagabend hiess es wieder «Bauer, ledig, sucht...» auf dem TV-Sender 3+. Landwirtin Monika Helfer aus Courlevon FR kommentierte auch in Staffel 16 die Sendung jeweils nach der Ausstrahlung in ihrem Blog.

Der Bündner Andy will heute die erste Nacht mit seiner Hofdame Karin auf seinem Maiensäss verbringen. 

Gemäss der klassischen Rollenverteilung knetet Karin noch schnell einen Brotteig. Andy ist der Bauer und möchte lieber auch in Zukunft nicht zu viel im Haushalt erledigen. Dass die zwei das Heu auf der gleichen Bühne haben, zeigt die Teigschlacht. Mit viel Mehl greifen sie sich gegenseitig an. Mit dem Brotteig geht es auf das romantische Maiensäss. Karin ist von der Schönheit der Natur begeistert.

Das Necken geht im Haus weiter. Jetzt muss nicht der Teig, sondern das Bettzeug herhalten. Schaut man diesen Zweien so zu, könnte man fast meinen, es seien zwei 16-jährige Teenager. Beim Lagerfeuer essen sie ihr Brot. Als Zuschauer hat man fast den Eindruck, dass sie schon bald auf Wolke sieben schweben. Einen Kuss gab es noch nicht, doch die Nacht ist noch lange. 

Heisse Liebe 

Die Kirschen von Andreas sind reif. Er will mit seiner Hofdame Rebekka die süssen Früchte probieren. Gegenseitig füttern sie sich. Die Blicke waren intensiv, doch ein Kuss gab es nicht. Auch nicht nach dem sie einen Wettbewerb im Kirschenspucken machten. Der Abend soll speziell werden. Dafür holt der Bauer seinen alten Traktor hervor. Damit geht es hoch hinaus. Oben auf dem Gipfel bei einem Restaurant ist ein kleiner romantischer Tisch gedeckt. Rebekka ist begeistert und bedankt sich auch, doch einen kleinen Kuss gibt sie nicht. Mit tiefen Blicken geniessen sie ihr feines Essen. Als dann das Dessert, die heisse Liebe, kam, hoffte ich das vielleicht jetzt der Zeitpunkt für den ersten Kuss kommt. Ein Kuss gab es nicht, doch sie füttern sich gegenseitig. Hoffen wir mal auf nächste Woche. 

Das fünfte Rad am Wagen

Wollen Markus und Pia eine gemeinsame Zukunft, so brauchen sie das Einverständnis vom Sohn Nico. Darum geht Pia mal auf Tuchfühlung. Der Junior sitzt am PC und spielt. Nach einer kurzen Unterhaltung tauschen sie ihre Plätze, jetzt soll die Hofdame zeigen, wie gut sie virtuell Motorrad fährt. Auch der Papa musste ran. Er spielt lieber auf dem PC, als dass er mit Pia auf ein richtiges Motorrad steigt.

Pia möchte nicht nur spielen, sie will einen richtigen Ausflug. Auf die Go-Kart-Bahn soll es gehen. Der Ladenbesitzer schlägt vor, dass die Erwachsenen einen Doppelsitzer nehmen, doch Markus möchte dies nicht. Ein weiterer Grund, weshalb Markus wahrscheinlich nicht der Richtige ist. Denn nach der rasanten Fahrt fühlte sie sich wie das fünfte Rad am Wagen. Für mich ist der Fall klar: Hier entstehet höchstens eine Freundschaft, ausser Markus ändert sich noch gewaltig.

Das perfekte Paar

Sandra pflückt in Rolands Garten die reifen Früchte. Doch Roland hat andere Plane. Sandra muss ihrem Bauern beim Verteilen der Holzschnitzel helfen. 

Ich finde, Sandra macht eine gute Figur dabei, so wie bei allem anderen auch. Sandra ist eine Frau, die man brauchen kann, für nichts ist sie sich zu schade. Nach getaner Arbeit unternehmen sie eine Wanderung. Dabei kommt die Frage auf, ob sich Sandra vorstellen könnte, zu ihm auf den Hof zu ziehen. Das komme sicher in Frage, aber nur, wenn alles stimmen würde. Ich habe den Eindruck, dass Roland keine bessere, schönere und arbeitstüchtigere Frau finden wird als Sandra. 

Auf der Suche 

Antony (35) aus dem Kanton St. Gallen hat mit seinen drei Kindern allerhand zu tun.

Er bewirtschaftet zwei Betriebe. Dennoch ist sein Motto: erst die Kinder, dann die Rinder.

Nun sucht er eine neue liebe, hilfsbereite Frau.

Die Kinder empfangen Marco Fritsche herzlich. Dieser übergibt die langersehnte Liebespost. Gemeinsam mit den Kindern suchen sie die passende Frau heraus. 

Will keine Frau 

Jetzt komme ich noch zum letzten Bauern. Marcel ist 31 und kommt aus dem Kanton Luzern. Er ist sehr direkt. „Ich wollte gar nie mitmachen, meine Freunde haben mich angemeldet, jetzt mache ich halt mal mit, damit es Ruhe gibt.“ Sehr spezielle diese Aussage.

Als er die Liebepost bekommt mit all den netten Nachrichten und den hübschen Fotos, bekommt er auf einmal ein Lächeln ins Gesicht. Letztlich entschied er sich für Jasmin, die selbst auch Landwirtin ist. Ich hoffe, dass Marcel  sich noch öffnet und eine schöne und unvergessliche Hofwoche erlebt. 

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