11.08.2017 06:04
Quelle: schweizerbauer.ch - Monika Helfer
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Ende gut, alles gut?
Langsam, aber sicher gehen die Hofwochen zu Ende. Da möchten die Bauern schon wissen, wie sie bei ihren Hofdamen stehen. Finden wir es doch gemeinsam heraus.

Erich und seine Hofdame Sanja fahren gemeinsam in den Wald. Jedoch nicht, um ein romantisches Picknick zu geniessen und auch nicht, um einen gemeinsamen Spaziergang zu machen. Nein, heute wird gearbeitet. Ein riesigen Haufen Holzspälten muss fürs aufgetürmt werden, damit die Spälten trocknen können. Schon nach den ersten paar Scheiten fragt Sanja ihren Bauern, was er für sie fühle. Erich gesteht Sanja offen und ehrlich, dass sich bei ihm zu wenig Gefühle entwickelt haben. Das ist zwar eine harte Aussage, aber Erich findet es besser, jetzt die Wahrheit zu sagen, als erst in ein paar Monaten.

Und auch ich bin dieser Meinung. Unter diesen Umständen möchte Sanja nicht länger auf dem Hof arbeiten und verlässt diesen anschliessend. Ich hatte jedoch den Eindruck, dass es für Sanja nicht schlimm war. Wahrscheinlich ist sie froh, dass sie sich nicht mehr um die Schafe kümmern muss. Marco Fritsche möchte nicht, dass Erich alleine bleibt und bringt ihm die vier neu eingetroffen Briefe. Am Ende entschied Erich sich für Brigitte, die neben einem Pferd auch ein Motorrad besitzt. Ob es mit ihr besser läuft? Könnte sein, dass sie dann nicht Schafe füttern, muss sondern eine Spritzfahrt machen.

Alles im Lot

Auch der älteste im Bunde muss sich entscheiden. Und das ist für den Senior kein Problem. Erst recht nicht, nachdem Claudia ihm das Hemd geflickt hat. Sepp wäre sogar froh, wenn sie blieben würde, denn nicht nur in der Küche kann man sie brauchen, nein auch im Stall stellt sie sich nicht dumm an. Dass der Knopf an seinem Hemd fehlt, ist für sie keine grosse Herausforderung, denn Nähen ist eins ihrer Hobbys. Wenn sie das so gerne macht, darf sie gerne auch ein Wochenende zu mir kommen.

Ich hätte auch noch das eine oder andere Kleidungstück, das unter die Nähmaschine sollte. Doch was meint seine Hofdame Claudia, mag sie Sepp überhaupt? Ich würde sagen ja, denn Claudia ist sogar etwas traurig, dass dies der letzte Abend ist. Ihr gefiel die Woche sehr gut. Sie konnte Sepp ins Herz schliessen und möchte gerne wiederkommen und ihre nächsten Ferien bei ihm verbringen.

Fernbeziehung ja oder nein

Auch bei Lukas neigt sich die Hofwoche dem Ende zu. Lukas möchte Jenny noch seinen Lieblingsplatz zeigen. Um dorthin zu gelangen, wird nicht gelaufen sondern gefahren. Mit seinem Flotten Subaru Impreza fährt Lukas los. Auch bei den Zweien wird es Zeit, dass sie die Karten auf den Tisch legen. Lukas möchte gern, dass Jenny noch mehr zu ihm kommt. Eine Fernbeziehung ist nicht so sein Ding. Obwohl die Distanz mit dem Auto nur gerade mal eine halbe Stunde beträgt. Jenny hingegen möchte es langsam angehen, damit sich auch ihr zweijähriges Kind zuerst an Lukas gewöhnen kann.

Dass Lukas Jenny vertraut, zeigt er ihr darin, dass er sie hinters Steuer lässt. Zu Hause angekommen wartet auch schon Lukas’ Schwester Sara, an ihrer Hand zwei gesattelte Pferde. Jenny freut sich auf den Ausflug und Sara möchte an einige Informationen kommen. Sie würde sich wünschen, dass es zwischen den beiden klappen würde. Auch was aus ihrem Geschenk wurde, nahm sie wunder. Jenny erläuterte etwas verlegen, dass dies immer noch verpackt ist. Ich denke in den nächsten Wochen wird sich zeigen, ob eine Beziehung eine Chance hat oder ob es nur ein Ferienflirt war.

Baldiges Wiedersehen

Walter möchte seinen letzten Tag mit seiner Bea noch einmal geniessen. Dafür legt er sich mächtig ins Zeug. Der Frühstückstisch wird romantisch mit Rosen dekoriert. Das gefällt Bea und als Belohnung bekommt Walter einen Kuss. Das war aber noch nicht alles. Walter möchte ihr seine Alp zeigen. Da der harte Alpaufstieg hungrig macht, zückte Walter den Gasgrill und legte einige Würste und Steaks drauf.

An der Anzahl Würste und Steaks war es wohl nicht nur für die zwei, sondern für das ganze Kamerateam. Nach der Rückkehr war die Zeit gekommen und Bea musste den Hof verlassen. Als Abschiedsgeschenk gab ihr Walter ein Herz mit der Aufschrift „Blib doch bi mir“. Trotz allem musste Bea fahren, doch sie kommt schon bald zurück.

007

Christian möchte seiner zweiten Hofdame Syliva zeigen, dass es bei ihm nicht nur Hofarbeit gibt. Darum entführt er sie auf das Schilthorn. Schon Geheimagent 007 war auf diesem Berg anzutreffen. Denn dort oben wurde einer seiner Filme gedreht. Damit die Besucher noch etwas von diesem Feeling spüren, wurde ein Actionpfad gelegt. Syliva hat nicht Angst und wagt den Schritt aufs Drahtseil. Das ist sicher ein spezielles Gefühl, doch passiert wäre nichts, denn die ganze Anlage ist gesichert und wäre damit eher für Kinder gedacht. Doch Sylivia hat das Gefühl, diese Aufgabe habe sie näher zu einander geschweisst.

Die Stall- und die Küchenarbeiten werden traditionell getrennt. Als der Bauer fertig war, servierte Syliva ihm Polentaplätzli und Rüebli mit Erbsen. Er freute sich über dieses Menü. Bei mir hätte sie damit definitiv nicht punkten können. Syliva gesteht Christian, dass sie gerne Hippiekleider trägt und Vegetariern ist, doch ihm ist das egal, solange sie ihm trotzdem sein Fleisch zubereitet. Ob sie das wirklich macht, glaube ich nicht, denn sie ekelt sich vor Fleisch.

Kann er mithalten?

Isabel hat ein grosses Tanzlokal und somit viel zu tun. Dies war Roger immer klar, doch als er einen blick ihn ihren Terminkalender wirft, staunt er nicht schlecht. Ein Holzspiel, das Isabel braucht, ist in einem desolaten zustand. Für den Zimmermann Roger ist das kein Problem. Mit wenigen Handgriffen steht die Sache wieder. Isabel möchte ihn weiter testen und verlangt dass er auf die Bühne kommt und einen Tanz vorführt, vor versammeltem Publikum. Roger möchte ihr diesen Wunsch erfüllen, denn er möchte mit ihr Schritt halten.

Doch ich habe das Gefühl, dass dies nicht seine Leidenschaft ist. Ich bin der Meinung, er muss in dieser Beziehung nicht mit ihr mithalten können, sondern ihr das Gefühl von Liebe übermitteln. Isabel findet Roger zwar schön, doch ob das alleine reicht für eine feste Beziehung. Ich bezweifle es. Ob es nun mit der Liebe klappen wird oder doch nicht, für Isabel lohnte es sich auf jeden Fall. Denn so viel gratis Werbung wie bei «Bauer, ledig, sucht …» hätte sie nirgends sonst bekommen. Schlaue Geschäftsfrau. 

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