14.02.2014 06:19
Quelle: schweizerbauer.ch - Luna Meli
Alpenboys
Der Bauernkalender wird international
In der diesjährigen Ausgabe der Boys-Edition des Schweizer Bauernkalenders sind sechs von dreizehn Bildern griechische Models. Das hat durchaus seine Gründe.

Das Ziel des Bauernkalenders ist es, durch stilvolle Bilder zu zeigen, dass das Vorurteil vom konservativen und schüchternen Bauern nicht zutrifft. Und da der Kleinverlag, der den Kalender herausgibt, nicht subventioniert wird, muss er auch kostendeckend arbeiten. „Wir haben deswegen überlegt, wie man die Auflage des Kalenders steigern kann und sind zum Schluss gekommen, dass man ihn auch in anderen europäischen Ländern anbieten sollte“, sagt Herausgeberin Nathalie Rehak. „Dort aber will man nicht nur Schweizer Bauern sehen, sondern entweder eigene oder dann eine gute Mischung mit Bildern aus der ganzen Welt.“

Altmodisches Bild?

Die Ausgabe 2014 ist somit ein Test mit Bauernbildern aus zwei Ländern – der Aufwand für eine Produktion europaweite Produktion gleich im ersten Jahr wäre zu riskant gewesen, deswegen erst mal zwei Länder. In Zukunft sollen noch mehr Länder mitmachen, sagt die Herausgeberin. Aus diesem Grund kam es für die Boys-Edition dann auch zu einer Namensänderung: Im Ausland heisst er Alpenboys, was man in fast allen Sprachen ohne Übersetzungshilfe versteht. Ein weiter Punkt ist die Integration.

Die Models wiederspiegeln nicht das altmodische Bild des Schweizer Naturburschen. Aber muss es das? Im Jahr 2014 sollte man definitiv beginnen, sich von solchen Idealvorstellungen zu entfernen. „Männer ohne Haare auf der Brust sind keine Bauern“, behauptet ein Boulevardblatt. Aber warum darf sich der moderne Bauer nicht pflegen? „Von den Mädels verlangen wir es doch auch“, sagt Rehak. Am schönsten ist es aber eh, wenn’s für jede und jeden etwas dabei hat. Vielfalt ist gefragt.

Von 12'000 Personen nur 5 negative Rückmeldungen

„Abschliessend können wir klar sagen, dass dieser Testlauf positiv verlaufen ist“, sagt die Herausgeberin. Von einem Kundenstamm von über 12’000 Personen haben sich weniger als fünf Personen negativ geäussert. „Wenn sich ein Boulevardblatt über uns das Maul zerreisst, zeigt das nur, wie wichtig und bekannt der Bauernkalender inzwischen ist. Was zählt sind unsere Kunden und die wissen: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“

Bei der Schweizer Girls-Edition soll übrigens alles beim alten bleiben: Nur Bäuerinnen und Bauerntöchter aus der Schweiz. Eine internationale Edition mit Namen „Alpengirls“ wird aber nach dem gleichen Konzept gestrickt – mit internationalen Bildern. Für alle Ausgaben gilt: Schweizerinnen und Schweizer willkommen – aber nur wenn sie die Konkurrenz nicht scheuen, sagt Rehak mit verschmitzt.

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