4.03.2013 08:07
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Boy des Monats
«Ich dachte, dass die mich sowieso nicht wollen»
Jeden Monat stellt der „Schweizer Bauer“ den Mann auf dem Kalenderblatt in seinem Alltag vor und beleuchtet seine Verbindung zur Landwirtschaft. Matthias ziert das Kalenderblatt des Februars. Er wurde von Freunden für den Bauernkalender angemeldet. Der gelernte Landwirt schätzt die abwechslungsreiche Arbeit in der Landi.

Dein Bild hängt zurzeit an vielen Wänden. Was empfindest du dabei?
Es fühlt sich nicht anders an als sonst. Anfang Monat dachte ich schon daran, das ich diesen Monat in vielen Zimmern hänge, aber jetzt denke ich nicht mehr daran.

Was sagen dein Freund und deine Familie dazu?
Meine Familie fand es gut, dass ich das Shooting gemacht habe.

Du posierst als Mann in einem erotischen Kalender. Wie hat dein Umfeld reagiert?
Ich habe viele positive Reaktionen erhalten. Viele haben mein Bild gelobt und gesagt, es sehe gut aus.

Was hat dich dazu bewogen, beim Bauernkalender mitzumachen?
Ich wurde von Freunden angemeldet. Ich war zwar darüber informiert, aber ich dachte mir, dass die mich sowieso nicht wollen. Das Thema Bauernkalender habe ich dann ad acta gelegt, bis ein halbes Jahr später die Einladung zum Casting kam.

Macht der Bauernkalender deiner Meinung nach gute Werbung für die Schweizer Landwirtschaft?
Ja, ich denke schon. Mit dem Bauernkalender wird auch ein anderes Bild vermittelt. Die Bevölkerung sieht so, dass das alte, verstaubte Image der Landwirte nicht mehr stimmt.

Wirst du oft auf dein Kalenderbild angesprochen?
Ja, ich werde ab und zu darauf angesprochen, beispielsweise über Facebook oder ähnliche Kanäle.

Wurde dein Bild auch kritisiert?
Dieses wurde sicher kritisiert, aber ich habe persönlich habe keine negative Reaktion erhalten.

Wie sieht dein Alltag momentan aus, was machst du beruflich?
Im Moment absolviere ich die BLS auf der Rütti in Zollikofen BE. Nächstes Jahr will ich mit dem Agrotechniker HF beginnen. Beruflich arbeite ich als stellvertrender Betriebsleiter in einer Landi. Momentan helfe ich noch zwei Tage die Woche in der Futtermischmühle der Landi Sursee aus.

Welche von deinen Alltagspflichten ist dir die liebste, welche magst du am wenigsten?
Am liebsten verrichte ich die Arbeit in der Landi Zofingen. Diese ist sehr abwechslungsreich. Zudem schätze ich den Umgang mit unseren Kunden sehr. Am wenigsten mag ich das Umherreisen mit dem Zug. Zeitweise ist dies recht mühsam und umständlich. Da ich kein Auto besitze, ist das aber leider so.

Landwirtschaft ist...
...Leidenschaft.

In welchem Bereich hat die Landwirtschaft die grössten Fortschritte erzielt?
Ganz eindeutig im maschinellen Bereich. Durch die zahlreichen innovationen kann man gleich viel Arbeit in kürzerer Zeit verrichten.
Aber auch in der Akzeptanz anders denkender hat sich viel getan. Wenn jemand einen neuen Betriebszweig „erfindet“, wird dies mit Interesse verfolgt. Man wird nicht mehr nur ausgelacht.

Was wünscht du dir für die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft?
Ich wünsche mir, dass der Produkteerlös ein Niveau erreicht, dass die Schweizer Landwirte davon leben können.

Du zeigst dich im Kalender von der erotischen, leicht bekleideten Seite. Was für ein Typ bist du im „normalen“ Leben?
Im „normalen“ Leben ziehe ich mehr an. Ich denke, ich bin ein bodenständiger Typ, der gerne Spass mit seinen Freunden hat, der aber auch einmal ruhigere Tage einlegt.

Wie wichtig ist gutes Aussehen deiner Meinung nach im Leben?
Gutes Aussehen kann ein Vorteil wie auch ein Nachteil sein. Schöne Menschen werden wohl eher Freunde und Beziehungen finden. Personen, die eher weniger gut aussehen, laufen jedoch weniger Gefahr, oberflächlich zu werden.

Ist gutes Aussehen bei Frauen wichtiger als bei Männern?
Meiner Meinung ist das beiden Geschlechtern gleich wichtig.

Zur Person

Dein erlernter Beruf: Landwirt FA
Den Beruf, den du heute ausübst: stv. Betriebsleiter einer Landi
Lieblingsessen: Schweizer Fleisch
Hobby: Freunde, Arbeit
Lebensmotto: I am, what i am.

 

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