Montag, 5. Dezember 2022
04.05.2022 16:00
Bauernkalender

«Bauernkalender war wichtiger Schritt»

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Von: blu

schweizerbauer.ch stellt die Models des Bauernkalenders in ihrem Alltag vor und beleuchtet ihre Verbindung zur Landwirtschaft. Anita zierte das Kalenderblatt des Monats April. Weshalb für die Bernerin die Teilnahme beim Bauernkalender wichtig war und was sie sich für die Landwirtschaft wünscht, lest Ihr im Interview.

Anita, dein Bild war an vielen Wänden zu sehen. Wie hast du dich dabei gefühlt?
Es ist ein super Gefühl. Ich bin stolz auf dieses Foto, auf meinen Mut und auf den Menschen, den ich heute bin.

Was sagte deine Familie dazu?
Meine Familie hatte nichts dagegen, da mein Bruder auch bereits vor einigen Jahren mitgemacht hat. Mein Freund war zuerst nicht sonderlich begeistert. Er dachte, mir reiche die Bestätigung von seiner Seite her nicht. Als ich die Beweggründe erklärt habe, konnte er mich verstehen. Mittlerweile ist er stolz, dass seine Freundin im Bauernkalender zu sehen ist.

Wieso hast du dich beim Bauernkalender beworben? Und weshalb wolltest du dabei sein?
Ich fand den Bauernkalender schon als kleines Mädchen toll. Ich habe davon geträumt, einmal mitmachen zu dürfen. Wegen dem Mobbing während meiner Schulzeit rückte dieser Traum in unerreichbare Ferne, das dachte ich zumindest. Ich musste und muss lernen, mich zu nehmen wie ich bin und zu vergessen, was mir früher eingeredet wurde. Diesen Traum zu verwirklichen war ein wichtiger Schritt davon.

Die Ziegen sind die grossen Leidenschaft von Anita.
zvg

Macht der Bauernkalender gute Werbung für die Schweizer Landwirtschaft?
Ja, das finde. Er zeigt, dass die Landwirtschaft nicht nur «schmutzig» ist, sondern auch wir uns pflegen und sexy sein können.

Wirst du oft auf dein Kalenderbild angesprochen?
Ja. Und bisher gab es durchgehend nur positive Rückmeldungen.

Wie sieht dein Alltag momentan aus, was machst du beruflich?
Ich bin im 3. Lehrjahr zur Schreinerin. Nach dieser Ausbildung möchte ich die Bäuerinnenschule absolvieren.

Welche von deinen Alltagspflichten ist dir die liebste, welche magst du am wenigsten?
Was man gerne macht, ist keine Pflicht. Ich kann am Abend nach der Arbeit am besten abschalten, wenn ich zu meinen Toggenburgerziegen in den Stall gehe. Auch die Zuchtplanung bereitet mir grosse Freude; Böcke suchen, Deckpläne schreiben und vieles mehr. Aktuell habe ich das Glück, keine Pflichten zu haben, die ich gar nicht mag.

Bei ihren Ziegen kann Anita vom Alltag abschalten.
zvg

Landwirtschaft ist…
…mehr als viele Leute sehen. In der heutigen Zeit würde man wohl von einem «Lifestyle» reden. Es ist eine Art, wie man lebt. Wenn ein Tier krank ist, eine Maschine nicht funktioniert oder Regen droht, dann kann man nicht sagen, dass es jetzt Feierabend gibt. Ich bin mehr als glücklich, dass ich so aufwachsen durfte. Ich habe immer gesehen, was alles hinter dem Liter Milch oder dem Kilo Mehl steckt. Landwirtschaft ist eine Leidenschaft.

In welchem Bereich hat die Landwirtschaft die grössten Fortschritte erzielt?
Das ist schwierig zu beantworten. Ob Mechanisierung, Fütterung oder auch Betriebszweige – die Landwirtschaft passt sich den Bedingungen an. Viele Betriebe wagen Neues, beispielsweise neue Kulturen oder neue Rassen.

Was wünscht du dir für die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft?
Dass die Arbeit wieder mehr geschätzt wird und die Leute offener sind, auf die Landwirte zugehen. Und dass sie bereit sind, auch unsere Ansichten zu verstehen. Ich wünsche mir, dass uns zugehört wird, wenn wir erklären, wieso der Einsatz von Antibiotika oder Pflanzenschutzmittel zum Teil nötig sind. Ich erhoffe mir, dass der Berufsstand so wieder mehr Ansehen erhält.

Anita hatte sich immer gewünscht, einmal beim Bauernkalender mitmachen zu dürfen.
Bauernkalender

Du zeigst dich im Kalender von der erotischen, leicht bekleideten Seite. Was für ein Typ bist du im «normalen» Leben?
Ich bin mittlerweile ein offener, meist selbstbewusster Mensch. Leicht bekleidet sieht man mich sonst meist nur beim Heuen, wenn alles andere viel zu heiss ist. Erotisch darf mich sonst nur mein Freund erleben – Treue steht bei mir an erster Stelle.

Wie wichtig ist gutes Aussehen deiner Meinung nach im Leben?
Gepflegtes Aussehen ist wichtig, jedoch kann ein Mensch nur schön sein, wenn auch das Innere stimmt.

Ist gutes Aussehen bei Frauen wichtiger als bei Männern?
Nein, das sehe ich nicht so.

Auf was achtest du bei einem Mann als Erstes?
Bei meinem Freund haben mich seine hellblauen Augen zusammen mit dem dunklen Haar und dem Bart begeistert. Das Wichtigste ist für mich jedoch, dass man dieselben Ziele und Wünsche für die Zukunft hat. So träumen mein Freund und ich von einer gemeinsamen Zukunft mit Milchziegen, Milchvieh, Kindern und vielem mehr. (lächelt)

Zur Person
Dein erlernter Beruf: Schreinerin i.A.
Der Beruf, den du heute ausübst: Schreinerin i.A.
Lieblingsessen: Pizza
Hobby: Ziegenzucht, Nissan Patrol restaurieren, Instagram
Lebensmotto/Spruch: D’Lüüt lah rede & d’Geiss lah gitzle.

Anita möchte zusammen mit ihrem Freund einen Landwirtschaftsbetrieb führen.
zvg
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