18.02.2013 06:14
Quelle: schweizerbauer.ch - Interview: sam
Girl des Monats
Vom Bauernkalender in den Playboy
Jeden Monat stellt der „Schweizer Bauer“ die Frau auf dem Kalenderblatt in ihrem Alltag vor und beleuchtet ihre Verbindung zur Landwirtschaft. Auf dem Kalenderblatt des Februars ist die Bernerin Susanne. Sie hat es dank dem Bauernkalender bis in den Playboy geschafft.

Dein Bild hängt zurzeit an vielen Wänden. Wie fühlst du dich dabei?
Es ist ein gutes Gefühl,ich fühle mich geehrt, dass ich in einem Kalender bin,der so beliebt ist.

Was sagen dein Freund und deine Familie dazu?
Mein Vater hat nicht viel dazu gesagt. Er steht aber bestimmt hinter mir und findet es nicht schlimm. Meine Mutter ist stolz und ihr gefällt das Bild sehr gut!

Wieso hast du dich beim Bauernkalender beworben?
Ich will zeigen, auch Bauerntöchter können hübsch sein. Dazu wollte ich Bilder als Erinnerung.Wir werden jeden Tag älter und ich werde mit Stolz zurückblicken und sagen: „So habe ich mal ausgesehen.“

Macht der Bauernkalender deiner Meinung nach gute Werbung für die Schweizer Landwirtschaft?
Wenn er nur echte Bauerntöchter nehmen würde schon ja. Leider haben viele Mädels keinen richtigen Bezug zur Landwirschaft.Ich weiss nicht wie es bei den Boys aussieht… Ich verstehe, dass auch zum Beispiel ein kaufmännischer Angestellter, der nicht auf einem Hof aufgewachsen ist, Ahnung von der Landwirtschaft haben kann. Wenn der Nachbar,Onkel ect. Einen Hof besitzen und er/sie viel da ist /war um zu helfen. Doch dann sollte von mir aus gesehen auf dem Kalender nicht stehen „mit echten Bauernssöhnen/Töchtern.“

Wirst du oft auf dein Kalenderbild angesprochen?
Ja,vor allem weil ich einige Male in den Medien war,da ich dank dem Bauernkalender vom Playboy angesprochen wurde. Dieser produzierte nämlich eine Strecke mit „den schönsten Bäuerinnen aus Deutschland,Österreich und der Schweiz.“

Wie sieht dein Alltag momentan aus, was machst du beruflich?
Seit ich die Lehre als Landwirtin beendet habe arbeite ich auf dem Bau als Maurerhandlanger. Welche von deinen Alltagspflichten ist dir die liebste, welche magst du am wenigsten? Antwort: Ich liebe es im Umbau die alten Küchen und Badewannen kaputt zu schlagen. So kann ich meine Aggressionen abbauen und bei solch grober Arbeit sieht man am Abend sehr gut was man den ganzen Tag gemacht hat. Weniger gern mache ich genaue Sachen wie zum Beispiel eine Schaltafel genau zuschneiden. Das gehört definitiv nicht zu meinen Stärken.

Landwirtschaft ist…:
Für mich der abwechlungsreichste Beruf

In welchem Bereich hat die Landwirtschaft die grössten Fortschritte erzielt? 
In der Technik. Sei es GPS im Traktor,der Melkroboter fürs Melken oder die Fütterung,die über einen Computer gesteuert wird.

Was wünscht du dir für die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft?
Das die Milch wieder einen besseren Preis abwirft, dass die kleinen Landwirte wieder mehr geschätzt werden und das die Konsumenten erkennen,dass wir hier in der Schweiz hohe Tierschutzvorschriften haben und desswegen auch nicht günstigere Produkte anbieten können.Wenn die Konsumenten wüssten wie Tiere in einigen anderen Ländern gehalten werden würden sie sich vielleicht ein ander Mal das „teure“ Schweizerprodukt“ leisten. Sie wüssten die Tiere hatten ein gutes Leben und sie haben die schweizer Bauer unterstützt.

Du zeigst dich im Kalender von der erotischen, leicht bekleideten Seite. Was für ein Typ bist du im „normalen“ Leben?
Ich bin kein „bestimmter“ Typ. Zu mir gehören viele Seiten. Auf dem Bau trage ich Überkleidung und es ist mir egal wenn ich aussehe als hätte ich Kleidergrösse XXL. Am Wochenende arbeite ich teilweise in einer Bar. Ich mache mich dann auch gerne hübsch und kleide mich sexy. Beides gehört zu mir, beides bin ich.

Wie wichtig ist gutes Aussehen deiner Meinung nach im Leben?
Für mich ist es sehr wichtig. Wenn ich weg gehe, will ich gepflegt aussehen. So fühle ich mich auch wohl. Ich bin selbstbewusster wenn ich mich schön kleide und gepflegt bin.

Ist gutes Aussehen bei Frauen wichtiger als bei Männern?
Natürlich achten die meisten Frauen viel mehr auf gutes Aussehen. Das macht uns ja auch ein bisschen aus,nicht? Doch Männer müssen sicherlich auch gepflegt sein. Ich finde es katastrophal,dass es immer noch Landwirte gibt,die ungeduscht aus gsehen.Es gibt bestimmt auch andere,doch die Bauern machen mich damit wütend,weil das „klische“ durch solche Menschen bestätigt wird.

Auf was achtest du bei einem Mann als Erstes?
Auf die Ausstrahlung und die Kleidung.

Zur Person

Dein erlernter Beruf: Landwirtin
Der Beruf, den du heute ausübst: Bauarbeiterin
Lieblingsessen: Lasagne
Hobby: Schiessen, Autofahren, Shoppen
Lebensmotto/Spruch: Was dich nicht umbringt macht dich stark!

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