25.06.2017 06:35
Quelle: schweizerbauer.ch - mgt
Freilichtmuseum
Ein neuer Waldweg
Am Samstag wurde der neue Waldweg im Freilichtmuseum Ballenberg offiziell eröffnet. Die Eröffnung fand im Rahmen des 25-Jahr-Jubiläums des Fördervereins Forstmuseum Ballenberg statt.

Der Wald war über viele Jahrhunderte für den Alltag der Menschen unverzichtbar. «Wie in einem Gemischtwarenladen besorgte man sich im Wald Baustoffe für Haus und Hof, Futter für Tiere oder verschiedenste Nahrungsmittel wie Beeren und Nüsse», beschreibt Sandra Limacher, Präsidentin Förderverein Forstmuseum Ballenberg (FFMB).

«Für das Freilichtmuseum Ballenberg und für die Besucherinnen und Besucher jeden Alters ist der neue kulturhistorische Waldweg eine Bereicherung», freut sich Peter Kohler, Betriebsdirektor auf dem Ballenberg.

Die offizielle Eröffnung des Waldweges habe im Rahmen des 25-Jahr-Jubiläums des FFMB stattgefunden, heisst es in einer Medienmitteilung. Mit dabei waren zahlreiche Gäste und Mitglieder des Vereins, die gespannt dem Referat von Peter Bretscher, Volkskundler und Kurator am Historischen Museum Thurgau zum Thema «Von Bäumen, Holz und anderen Waldprodukten» lauschten.

Von Bäumen und Sträuchern

Initiiert und umgesetzt wurde der Waldweg durch den FFMB. Der auf rund 900 Meter Länge angelegte Rundweg liefert spannende Inhalte rund um den Wald, Bäume, Sträucher, Handwerk und Brauchtum.

«Besonders wertvoll sind die attraktiven Verknüpfungspunkte zwischen dem Waldweg und anderen Teilen des Freilichtmuseums wie zum Beispiel dem traditionellen Handwerk, Ausstellungsobjekten, traditionellen Nutzungsformen und Geschichten der Häuser», schildert Peter Kohler.

19 Arten

23 Baum- und Straucharten sind attraktiv beschrieben. Davon werden 19 Arten auf identisch gegliederten Stelen mit Informationen, einem historischen Bild, einer Zeichnung des Zweiges sowie gehobeltem Holz der Baum- bzw. Strauchart vorgelegt.

Die vier Baumarten Fichte, Eiche, Buche und Linde werden an Vertiefungsstationen gezeigt: An diesen Stellen werden noch mehr Inhalte zur Baumart vermittelt sowie Originalgegenstände in Vitrinen aufgezeigt.

Bereichert werden diese zudem durch Elemente, die zum Mitmachen animieren: «Wir möchten die Besucher motivieren, zum Beispiel selbst ein kleines Blockhaus aus Fichtenholz aufzubauen, ein Eichenholzstück zu raspeln und dabei die Aromen kennenzulernen oder zu spüren, wie es früher war, auf einem mit Buchenlaub gefüllten Kissen zu schlafen», stellt Sandra Limacher in Aussicht.

Der Waldweg ist für alle Besucherinnen und Besucher des Freilichtmuseums zugänglich.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE