Sonntag, 5. Dezember 2021
22.02.2021 17:30
Wetter

Föhn und Saharastaub

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Von: sda

Nach dem vielerorts wärmsten Februartag am Sonntag sind die Temperaturen auch in der Nacht und am Montag örtlich sehr mild ausgefallen. Auffällig waren auch die grossen Temperaturunterschiede zwischen Hügelzügen und Mulden innerhalb weniger Kilometer Luftlinie.

So wurden auf dem Zürcher Hausberg, dem Üetliberg, 12 Grad gemessen, am Flughafen Zürich, Luftlinie keine zehn Kilometer entfernt, waren es minus 3 Grad, wie SRF Meteo am Montag mitteilte. Ähnlich war die Situation in Bern: auf dem Bantiger war es 11 Grad warm in der Nacht auf Montag, in der Berner Vorortsgemeinde Zollikofen minus ein Grad.

SRF Meteo erklärte das Phänomen mit einem flachen Kaltluftsee im Flachland der Alpennordseite mit Minustemperaturen. Nur hundert Meter über den tieferen Messstellen drehten die Temperaturen ins Plus.

Föhn lässt Temperatur steigen

In den Alpentälern hielt der Föhn die Temperaturen hoch. In Sevelen SG fielen sie nicht unter 17,6 Grad. Auch in Glarus fiel der Februar-Rekord mit 16 Grad. Den gleichen Wert meldete Altdorf UR. Dort lag auch die Nachttemperatur bei hohen 13,6 Grad. Der Föhn liess im Urner Hauptort mit 107 Kilometern pro Stunde die Fensterläden klappern und erreichte den nationalen Spitzenwert.

In Sevelen war am Sonntag mit 21,9 Grad die höchste dort je im Februar erreichte Temperatur gemessen worden. Ebenfalls einen neuen Februarrekord gab es in Glarus mit 19,4 Grad. Sehr warm war es auch auf den Jurahöhen. So lag die Temperatur im Kälterekordort La Brévine VD bei 15,4 Grad. Knapp 16 Grad gab es in La Chaux-de-Fonds NE auf rund 1000 Metern über Meer.

Saharastaub fördert Wolken

Mit dem Föhn stiegen die Temperaturen laut SRF Meteo am Montag auf frühlingshafte 12 bis 19 Grad. In St. Gallen kletterte das Quecksilber auf 17,7 Grad. Damit wurde der bisherige Februarrekord von 17,2 Grad am 27. Februar 1994 übertroffen, wie Meteonews schreibt. Im vorarlbergischen Dornbirn wurden gemäss Meteocentrale 21 Grad gemessen.

Der Staub fördert indessen die Wolkenbildung in den oberen Luftschichten. Deshalb schien die Sonne am Montag in der Westschweiz und teilweise in den Alpen sowie im Süden weniger lang. Am meisten Sonne gab es in der Nordostschweiz.

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