28.01.2017 10:03
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Chile
Mindestens elf Tote bei Waldbränden
Bei den katastrophalen Bränden in Chile sind bislang elf Menschen ums Leben gekommen.

Die Regierung bestätigte am Freitagabend, dass ein neues Opfer in der Umgebung der Stadt Constitución, 300 Kilometer südlich von Santiago de Chile, tot aufgefunden worden sei

In den vergangenen Tagen hat sich die Fläche des von den Flammen betroffenen Wald- und Agrarlands nach Angaben der nationalen Forstschutzbehörde auf 3870 Quadratkilometer verdoppelt. 

Von insgesamt 130 Bränden seien noch 71 ausser Kontrolle, gab am Freitagabend die Forstbehörde CONAF bekannt. Die Flammen zerstörten 1100 Häuser. Hohe Temperaturen über 35 Grad und starker Wind erschweren die Löscharbeiten.

72 Tonnen Wasser

Frankreich, Peru, Portugal, Spanien, Kolumbien, Argentinien und Mexiko haben über 500 Feuerwehrleute entsandt, die zum Teil bereits mit den rund 4000 chilenischen Einsatzkräften die Brände bekämpfen.

Auch aus der Luft bekommt Chile internationale Unterstützung. Seit Mittwoch laufen die Einsätze des «Supertankers», einer US-amerikanischen Boeing 747-400, die bei jedem Flug 72 Tonnen Wasser abwerfen kann.

Fehlende Beweise

Das grösste Löschflugzeug der Welt wird mittels privater Finanzierung mindestens zwei Wochen im Einsatz bleiben. Russland hat die Entsendung einer Iljuschin Il-76 zugesagt.

Vier Männer, die in der Region O'Higgins unter dem Verdacht der Brandstiftung festgenommen worden waren, wurden am Freitag von dem zuständigen Richter wegen fehlender Beweise auf freien Fuss gesetzt. Die Ermittlungen sollen aber weitergehen.

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