2.01.2017 09:03
Quelle: schweizerbauer.ch - jgr
Versicherung
Moser schaltet einen Gang zurück
Rund die Hälfte der Kunden bei der Emmental Versicherung sind Bauern. Massgebend zum Erfolg der Versicherung beigetragen hat Arthur Moser mit seinem Aussendienstteam. Nun tritt Moser aus der Geschäftsleitung zurück.

Arthur Moser nimmts genau. «Es sind keine 30 Jahre, sondern 29 Jahre und 11 Monate», sagt er und lacht herzlich. Während dieser Zeit war der heute 62-Jährige in der Geschäftsleitung der Emmental Versicherung in Konolfingen tätig. Nun gibt er seinen Posten auf Ende Jahr ab, sein Nachfolger ist Ronaldo Schiavoni.

Doch Moser geht nicht in Frühpension; er reduziert lediglich sein Arbeitspensum auf 60 Prozent und bleibt somit dem Unternehmen als Teilzeitangestellter im Bereich Partnerschaften, Aussendienst und Marketing erhalten. «Ich möchte mehr Zeit für meine Familie und meine Hobbys haben», begründet er seinen Entscheid. 

Mehr als 50 Kilometer

Sein grösstes Hobby ist seit seiner Jugendzeit das Velofahren. Zwar bestreitet er seit vielen Jahren keine Radrennen mehr, aber es vergeht praktisch kein Tag, an dem er sich nicht aufs Fahrrad schwingt.  Dabei legt er nicht selten an einem Abend eine Strecke von über 50 Kilometern zurück.  

Doch der sportliche Emmentaler tritt nicht nur in der Schweiz kräftig in die Pedale, sondern nimmt regelmässig an mehrwöchigen Velotouren teil. So bereiste er Tansania, umrundete den Kilimandscharo mit dem Bike und bestieg diesen zu Fuss.

Nachdem bereits vor Jahren Tibet und dort das Mt.Everest-Base-Camp das Ziel einer Bikereise war, hiess das Ziel vor zwei Jahren Kailash in Tibet. Fünf Wochen dauerte diese Expedition zu diesem heiligen Berg. Während der Reise machte Moser Tausende von Fotos. Einige davon hat er auf seinem Computer abgespeichert.

Gute Wünsche

Beim Anschauen gerät er ins Schwärmen. «Da haben wir die Passhöhe von über 5000 Meter über Meer erreicht», sagt Moser und zeigt auf ein Bild, auf dem er ein farbiges Fähnchen an einer Schnur befestigt. «Das sind Gebetsfahnen, und darauf sind gute Wünsche, die der Wind in alle Welt verteilt. Dies ist ein  Dankeschön an alle, die dazu beigetragen haben, dass ich hier bin.»

Beim Weiterklicken erscheint eine Aufnahme vom Kailash, so kitschig-schön, dass man meinen könnte er habe mit Photoshop nachgeholfen. Imposant ist auch das Foto, auf dem Moser mit dem Velo auf ein Yak zufährt. Es ist weit und breit das einzige Tier in der öden Natur. 

Bereits 2017 steht  die nächste Reise an: Mit dem Bike auf den Spuren des Dschingis Khan durch die Mongolei.

Versicherung für Bauern

Doch Moser beschreibt nicht nur seine Ferienerlebnisse in schillernden Farben, gerne erzählt er auch über sein Berufsleben.  Als Moser, der die Verwaltungslehre absolvierte, zur Emmental Versicherung kam war er etwas über 32 Jahre alt. «Damals zählte die Versicherung rund 15 000 Kunden.» Heute seien es ungefähr 60 000, die Hälfte des Prämienvolumens komme von der Landwirtschaft, erzählt Moser und fügt hinzu, dass die «Emmental» in der Deutschschweiz über 200 Agenturen betreibt. 

Oft sass Moser bei Bauernfamilien in der Stube oder war sogar mit ihnen unterwegs:  «Die Landwirte von Arni und Biglen besitzen eine Alp an der Lenk», erzählt er.  Sie befanden, dass er die Alp nicht nur versichern, sondern auch einmal anschauen müsse. An einem Frühsommertag machte sich eine kleine Gruppe auf den Weg. Doch just an diesem Tag schneite es, und die Männer kehrten im Alprestaurant ein und klopften einen Jass. Moser kam ins Emmental zurück, ohne dass er die Alp gesehen hatte. 

Liebt den Kundenkontakt

Die Geselligkeit nimmt bei Moser seit jeher einen grossen Stellenwert ein. «Ich mag den Kundenkontakt.» So war er an Wochenenden oft an Schwingfesten, Firmenanlässen und anderen Festlichkeiten anzutreffen.

Künftig will er  zwar weniger Veranstaltungen besuchen. Dennoch wird er auch im neuen Jahr am einen oder anderen  Anlass teilnehmen. Zumal er weiterhin im Stiftungsrat des Kurszentrums Ballenberg Einsitz nehmen wird.

Ebenfalls bleibt er Vertreter der Emmental Versicherung bei den SCL Tigers und als Mitglied der Geschäftskommission dem Agro-Preis treu. Diesen Wettbewerb rief übrigens Arthur Moser 1992 gemeinsam mit dem damaligen Geschäftsleiter der Emmental Versicherung und dem «Schweizer Bauer» ins Leben. 

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