Samstag, 6. März 2021
19.01.2021 17:44
Coronavirus

Rund 110’000 Impfungen verabreicht

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Von: sda

Rund 110›000 Menschen sind bis zum Montagabend in der Schweiz gegen Covid-19 geimpft worden. Von der neusten Impfstoff-Lieferung von Pfizer/Biontech ist nur die Hälfte eingetroffen. Die aktuellen Corona-Zahlen sind laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) ermutigend.

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem BAG am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 2260 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 75 neue Todesfälle und 129 Spitaleinweisungen.

Mutationen breiten sich weiter aus

Die Situation erfordere weiterhin Anstrengungen zur Reduktion der Zahlen, insbesondere betreffend der Mutationen, die sich in der Schweiz ausbreiteten, mahnte Virginie Masserey, Leiterin der Sektion Infektionskontrolle beim BAG, am Dienstag vor den Medien. 388 Mutationen seien in der Zwischenzeit entdeckt worden.

Wegen der Ausbreitung der britischen Variante des Coronavirus müssen die Kantone immer schneller immer grössere Quarantänen anordnen, wie Rudolf Hauri, Zuger Kantonsarzt und Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, vor den Medien feststellte. Vor allem ganze Schulen müssten immer öfter unter Quarantäne gestellt werden.

Rund 110’000 Impfungen

Laut einer ersten BAG-Schätzung sind in der Schweiz bisher 110’000 Personen geimpft worden. Detaillierte Zahlen und eine Aufteilung nach Kantonen liegen derzeit noch nicht vor, wie BAG-Vizedirektorin Nora Kronig erklärte.

Vergangene Woche hatte die Schweiz die 200’000 ersten Impfdosen des US-Herstellers Moderna erhalten. Zusammen mit den Dosen des Herstellers Pfizer/Biontech werden in der Schweiz laut Kronig im Januar fast eine halbe Million und im Februar eine Million Impfdosen zur Verfügung stehen.

Die Lieferung von Pfizer/Biontech-Dosen, die am Montag in der Schweiz eingetroffen ist, wurde aufgrund von vorübergehenden geringeren Produktionskapazitäten beim Hersteller um die Hälfte der bestellten Menge gekürzt, wie Kronig ausführte.

Technische Probleme bei Registrierung

Die Zahl der Impfwilligen ist derzeit gross. Die von den Kantonen benutzte IT-Plattform des Bundes für Anmeldungen hat wegen einer Überlastung der Speicherkapazität teilweise nicht funktioniert. Im Kanton Luzern schlug jede dritte Anmeldung fehl. Der Kanton Schwyz stoppte die Registrierung sogar. Inzwischen sind die Probleme behoben.

Masserey erklärte dazu, dass es sich bei der Plattform um ein neues Informatiksystem handle. Da sei es üblich, dass es zu Beginn zu Störungen komme. Pro Senectute rief am Dienstag alle über 50-Jährigen auf, sich möglichst bald gegen Covid-19 impfen zu lassen. Damit leisteten sie sowohl einen Beitrag an die eigene Gesundheit, als auch an die Wirtschaft und die Generationensolidarität.

Präventive Tests

Eine konsequente Bevorzugung bei Impfungen für Alters- und Pflegeheime forderten der Heimverband Curaviva und die Gewerkschaft Unia. Das Heimpersonal solle zudem regelmässig getestet werden und der Bund die Kosten dafür tragen.

Grundsätzlich sehe der Bund derzeit keine Kostenübernahme für präventive Tests vor, betonte BAG-Expertin Masserey. Es liege in der Verantwortung der einzelnen Person oder eines Unternehmens, ob man sich ohne Symptome testen lasse.

Breit diskutiert werden nach Meldungen zur Ausbreitung der mutierten Coronaviren auch an Schulen eine Ausweitung der Maskenpflicht in Schulen und Schulschliessungen.

In Cham ZG haben sich zwei Primarschüler mit einer mutierten Variante des Coronavirus angesteckt. Die 38 Kinder der betroffenen 4. und 5. Klasse sowie 8 Lehrpersonen sind in Quarantäne und müssen einen Covid-Test machen. Der Kantonsarzt empfahl, den Schulbetrieb für die anderen Klassen in den betroffenen Schulhäusern weiterzuführen.

Gewerbeverband gegen Schulschliessungen

Um Schulschliessungen zu verhindern, müssen im Kanton Basel-Landschaft ab Mittwoch auch Schulkinder ab 10 Jahren eine Maske tragen. Begründet wird diese Massnahme mit den steigenden Fallzahlen an den Primarschulen und der ersten bestätigten Ansteckung mit einer Mutation des neuen Coronavirus im Kanton.

Gegen Schulschliessungen ist der Schweizerische Gewerbeverband (SGV). Berufsschulen sollten auch bei einer Schliessung der übrigen Sekundarstufe II offen bleiben. Praxiswissen lasse sich nicht im Fernunterricht vermitteln, begründet der SGV seine Forderung.

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