3.12.2016 11:03
Quelle: schweizerbauer.ch - jgr
Thurgau
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Waschbären dürfen geschossen werden. Auch im Kanton Thurgau gab es schon einen Abschuss.

Weder im Thurgau noch in der restlichen Schweiz gab es seit der Jahrtausendwende grosse Waschbärenpopulationen; der Gesamtbestand wird schweizweit auf rund 200 Tiere geschätzt.

Die eidgenössische Jagdstatistik führe seit dem Jahr 2000 15 Waschbärenabschüsse auf, schreibt die  «Thurgauer Zeitung».  Einer davon, im Jahr 2007, entfalle auf den Kanton Thurgau. Zudem wurde im Jahr 2013 ein Waschbär von einem Zug überfahren.

Ein Rätsel

Trotzdem - Waschbären vermehren sich explosionsartig - das zeigt das Beispiel Deutschland. Biologen gehen hier von einem Bestand von bis zu einer Million Tieren aus.

Dass der Waschbär kaum in der Schweiz und praktisch nicht im Thurgau vorkommt, ist für den Amtsleiter der kantonalen Jagd- und Fischereiverwaltung, Roman Kistler, ein Rätsel. «Es wird seit 20 bis 30 Jahren davon gesprochen, dass der Waschbär aus Süddeutschland, wo er zu Tausenden geschossen wird, zu uns einwandern wird. Aber bis jetzt ist es, bis auf einzelne Exemplare, nie geschehen», sagte Kistler gegenüber der «Thurgauer Zeitung». 

Ein Allesfresser

Für die Einwanderungsthese spricht, dass kürzlich ein Aargauer in «20minuten» einen Schnappschuss veröffentlichte. Auf dem ist ein in einem Baum sitzender Waschbär zu sehen.

Da die Allesfresser durch ihr aggressiv-intelligentes Verhalten einheimische Tierarten in ihrer Existenz gefährden und Krankheiten einschleppen könnten, ist der Waschbär das ganze Jahr hindurch zum Abschuss freigegeben.

 

 

 

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