Sonntag, 29. November 2020
10.11.2020 09:30
Konzernverantwortungsinitiative

Vier Wirtschaftsdachverbände gegen die KVI

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Das drohende Ja zur Konzernverantwortungsinitiative (KVI) hält die Wirtschaft auf Trab. Zwei Wochen nach dem Wirtschaftskomitee gegen die Vorlage haben sich am Dienstag vier grosse Wirtschaftsdachverbände für ein Nein stark gemacht.

Die Präsidenten von Economiesuisse, Schweizerischem Arbeitgeberverband (SAV), Schweizerischem Gewerbeverband (SGV) und Schweizerischem Bauernverband (SBV) haben an einer Online-Medienkonferenz geschlossen für die Ablehnung der «schädlichen Initiative» geworben.

Sie setze auf die falschen Instrumente, hiess es. Der Gegenvorschlag von Bundesrat und Eidgenössischen Räten hingegen befördere die Schweiz an die Spitze beim internationalen Schutz von Menschenrechten und Umwelt.

Bereits Ende Oktober hatten rund 300 Vertreterinnen und Vertreter von KMU und Grossunternehmen, die sich in einem Wirtschaftskomitee vereint haben, vor der KVI gewarnt, über die am 29. November abgestimmt wird. Das Volksbegehren sei ein «risikoreiches Experiment».

Die Volksinitiative «Für verantwortungsvolle Unternehmen – zum Schutz von Mensch und Umwelt (Konzernverantwortungsinitiative)» fordert, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutzstandards bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Kommt ein Unternehmen der neuen Sorgfaltsprüfungspflicht nicht nach, soll es auch für allfällige Schäden haften, die seine Tochterfirmen und kontrollierten Zulieferer im Ausland verursacht haben.

9 Responses

  1. Dass der Bauernverband hier gemeinsame Sache mit den Grosskonzernen macht, statt sich mit den Bauern weltweit zu solidarisieren ist ein Armutszeugnis! Bitte liebe Berufskollegen und -kolleginnen, steht für unsreren Berufstand: Ein solidarisches JA zur KVI!

      1. Die KVI wird überhaupt nichts an der Form des Wirtschaftens ändern. Es wird nur mehr Bürokratie geschaffen, mehr Regulierung, mehr Kosten, dadurch teurere Lebensmittel.
        Ausserdem ist die KVI ein Eingriff in den freien Handel und in die inneren Angelegenheiten anderer Länder.

    1. Ein deutliches NEIN zur KVI. Die Initianten und Politiker sollten besser für Freiheit und Menschenrechte in der Schweiz schauen, statt sich in bevormundender Weise in die inneren Angelegenheiten anderer Länder zu mischen.

    2. Danke!!!!Herzlichen Dank! Der Bauernverband begreift offenbar nicht, dass er hier nur benutzt wird und bei Gelegenheit wie eine heisse Kartoffel wieder fallen gelassen wird.

    3. Habe Sie jemals mit einem Bauern gesprochen? Diese sind verzweifelt keine wirksamen Mittel zu finden.

      Tut mir leid aber kommen Sie vom
      Rosa Pferd herunter. Ein Pestizid ist etwa gleich wie ein Antibiotikum und man soll das den armen Bauern noch verbieten?!

  2. Dass sich der Bauernverband da kaufen lässt für die hinterhältigen, egoistischen Absichten von Grosskonzernen. Sagt, liebe Bauernvertreter, merkt ihr auch, dass Ihr Euch euer eigenes Grab schaufelt? Wenn die Konzerne dann euch verarschen, wie wollt ihr Euch denn wehren?
    Zudem: was die nette Bundesrätin betrifft: sie ist ja das Sprachrohr dieser grossen Konzerne. Und: leben wir noch in einer Demokratie?

    1. Aber haben Sie denn irgenwelche Ahnung von Agrikultur? Nein, dann lassen Sie doch den Bauern ihre Arbeit tun und nehmen Sie nicht deren Werkzeuge weg. Danke

  3. Welch Irrtum zu glauben, die KVI mache die Welt gerechter. Wenn, sei es durch Wettbewerbsnachteil oder durch Wegzug, noch mehr Macht in aufstrebende diktatorische Grossmächte fliesst, dann können sich die Befürworter gegenseitig auf die Schulter klopfen und gut fühlen. Dafür opfern wir grundlegendste rechtsstaatliche Errungenschaften: 1. Territorialprinzip. 2. Rechtsgleichheit gleich in mehrfacher Hinsicht. Moralisches Getue ist nicht Verantwortung, sondern Narzissmus.

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