In Schweden ist ein totes Wildschwein positiv auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) getestet worden. Es ist der erste derartige Fall im Land, wie das schwedische Veterinäramt laut Dow Jones News mitteilte.
Insgesamt wurden sieben tote Wildschweine in Fagersta, etwa 200 km nordwestlich von Stockholm, gefunden; weitere Tests werden durchgeführt.
Massentod beeinträchtigt Fleischmärkte
Die ASP ist für den Menschen harmlos, aber bei Haus- und Wildschweinen hoch ansteckend und tödlich. Sie hat sich von Afrika nach Europa und Asien ausgebreitet und bereits Hunderte von Millionen von Schweinen getötet, was die weltweiten Fleischmärkte beeinträchtigt.
"Derzeit wissen wir nicht, wie die Infektion ins Land gekommen ist, aber es ist ein weiter Sprung vom nächstgelegenen infizierten Gebiet in Europa, und wir gehen daher davon aus, dass die Infektion durch Menschen und nicht durch Wildschweine erfolgt ist", so die Veterinärmediziner.
Das Virus befällt zwar weder Menschen noch andere Tiere, kann aber über Schweinefleisch oder durch das Tragen des Virus an Schuhen, Werkzeugen oder Fahrzeugen verbreitet werden.
Ein ASP-Ausbruch hat Schweinezüchter in Serbien, Bosnien und Kroatien gezwungen, seit Juni Tausende von Schweinen zu keulen. Die dortigen Regierungen stehen unter Druck, die Landwirte für ihre Verluste zu entschädigen.
Das mit ASP infizierte, tote Wildschwein wurde in der Schwedischen Gemeinde Fagersta gefunden.
