Agrarsektor profitiert von Politikwechsel

Nachdem Agrarökonomen der Universität Kopenhagen die Aussichten der dänischen Agrarwirtschaft noch zum Jahreswechsel in düsteren Farben gemalt hatten, wittert der Berufsstand jetzt wieder „Morgenluft“.

AgE |

Nachdem Agrarökonomen der Universität Kopenhagen die Aussichten der dänischen Agrarwirtschaft noch zum Jahreswechsel in düsteren Farben gemalt hatten, wittert der Berufsstand jetzt wieder „Morgenluft“.

Wie der Dachverband der dänischen Agrar- und Ernährungswirtschaft (L&F) am vergangenen Mittwoch mitteilte, sorgt insbesondere das von der Regierung beschlossene Konjunkturpaket für eine erhebliche Entlastung der Landwirtschaft, was sich auch in höheren Gewinnen zeige.

So rechne das Agrarforschungszentrum (Seges) allein wegen der von der konservativen Regierung deutlich angehobenen Grenzwerte beim Düngereinsatz und Vereinfachungen beim Gewässerschutz im kommenden Jahr für die Ackerbauern mit einem zusätzlichen Gewinn von umgerechnet bis zu 16'100 Euro bei durchschnittlicher Betriebsgrösse.

Klaus Kaiser vom Agrarforschungszentrum geht zudem davon aus, dass der Tiefpunkt am Milch- und Schweinefleischmarkt inzwischen erreicht ist. Er erwartet auf mittlere Sicht wieder verstärkte Nachfrageimpulse vom internationalen Markt. Zudem dürften die dänischen Bauern insgesamt effizienter und produktiver aus der Krise kommen, so der Marktfachmann. Ihm zufolge bieten darüber hinaus die anhaltende Niedrigzinsphase und ein vergleichsweise günstiges Wechselkursverhältnis von Dollar und Euro „hervorragende“ Rahmenbedingungen für die dänische Agrar- und Ernährungswirtschaft.

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