Bär nach tödlichem Angriff auf russischen Touristen getötet

sda |

Nach dem Tod eines Touristen in dem russischen Naturpark «Jegarki» in Sibirien haben Jäger einen Bären erlegt. Das Raubtier sei erschossen worden, teilten die Behörden in Krasnojarsk der Staatsagentur Tass zufolge am Donnerstag mit.

Demnach wurde dem Bären Gewebe entnommen, um das Biomaterial genetisch mit den Verletzungsspuren des am Dienstag getöteten Mannes abzugleichen.

In einer Mitteilung der Ermittler hiess es, die Leiche des Mannes sei am Donnerstag in einem Massiv des für seine Seen, Berge und Wälder bekannten Parks geborgen worden. Es war bereits der zweite Todesfall dort in diesem Sommer. Im Juni starb ein 16-jähriger Jugendlicher bei einem Bärenangriff. Das Tier war erschossen worden.

Touristen angegriffen

Zu dem neuen tödlichen Angriff war es am Dienstag gekommen, als eine Gruppe von vier Touristen nach einer Übernachtung im Wald die Zelte zusammenräumte. Dabei soll ein 42-Jähriger aus der Gruppe von einem Bären angegriffen und tödlich verletzt worden sein. Die übrigen drei Touristen konnten fliehen und sich in Sicherheit bringen.

Sogar Russlands Chefermittler Alexander Bastrykin in der Hauptstadt Moskau schaltete sich ein. Er forderte eine Aufklärung des Falls und eine Untersuchung, ob genug für die Sicherheit der Menschen getan werde. Die Touristen stammten aus Moskau.

Zusätzliche Ranger

Der Park verschärfte derweil die Sicherheitsvorkehrungen und setzte nach eigenen Angaben zusätzliche Ranger ein. «Sie werden an den einschlägigen Wanderrouten patrouillieren, um die Sicherheit und einen bequemen Aufenthalt der Touristen zu gewährleisten», sagte der Leiter der Direktion des Parks, Igor Grjasin.

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