Bauern verlieren vor Bundesgericht

140 Bauern wehrten sich gegen die Phosphor-Verordnung im Kanton. Sie zogen bis vors Bundesgericht, jedoch ohne Erfolg.

Seit drei Jahren gilt im Kanton Luzern eine neue Phosphor-Verordnung. Gemäss dem SFR-Regionaljournal Zentralschweiz schreibe die Verordnung den Bauern im Einzugsgebiet von Sempacher-, Baldegger- und Hallwilersee vor, weniger Gülle auszutragen und den Tierbestand nicht zu erhöhen.

Gegen diese Vorschrift wehrten sich 145 Bäuerinnen und Bauern vor dem Luzerner Kantonsgericht. Sie argumentierten, dass die Gülle nicht alleine verantwortlich sei für die kranken Seen. Sie anerkannten zwar, dass Phosphor eine Rolle spielt, wiesen jedoch auf weitere Faktoren hin. Schuld seien auch Kläranlagen und die Altlasten aus der Zeit, als Industrie- und Siedlungsabwasser ungereinigt in den See geleitet wurde.

Zudem befürchteten sie , dass mit den strengeren Auflagen die Erträge zurückgehen. Doch das Kantonsgericht war anderer Meinung, darum zogen die Landwirte das Urteil weiter ans Bundesgericht. Nun fällt auch dessen Urteil gegen die Bauern aus.

Gemäss «Regionaljournal» stützt das Bundesgericht das Urteil des Luzerner Kantonsgerichts. Es entscheidet im Sinne des Kantons und seiner Phosphor-Verordnung. Im Bundesgerichtsurteil stehe, die wissenschaftlichen Erkenntnisse wiesen darauf hin, dass «der Handlungsbedarf heute hauptsächlich bei der Landwirtschaft liegt». Das Kantonsgericht habe die relevanten Studien umfassend geprüft. 

Kommentare (9)

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  • Christoph Büschi | 04.02.2024
    Also wenn dies stimmen würde was der Kanton da vorschreibt, so müsste die ganze Nährstoffbilanz überarbeitet werden. Denn es dürfen ja nur so viele Nährstoffe auf die Landwirtschaftlichen Flächen wie die Pflanzen dem Boden wieder entziehen mit geringen Verlusten. Beim Phosphor glaube ich allerdings haben wir es mit einem viel grösseren Problem zu tun, da dieser aus meiner Sicht nicht Pflanzenverfügbar ist. Daher wird der Phosphor ausgewaschen und die Pflanze liefert unter Umständen nicht den vollen Ertrag! Ich bin kein Chemiker aber dies ist eine Vermutung die ich aus meiner Jahrelangen Praxiserfahrung habe. Man müsste besser die Bauern unterstützen um dieses Problem zu lösen anstatt mit Verboten einfach noch mehr Probleme zu schaffen. Es betrifft ja nicht nur den Kanton Luzern. Mit Vernunft und Verstand kommen wir weiter als mit Streitereien.
  • Emilie | 01.02.2024
    Ein Gärtnermeister entwickelte mit andern zusammen einen Ersatz. Er verarbeitete das ganze zu einer Erde, so kam keine unnötige Flüssigkeit in den Boden, dafür eine gute Düngung. Die sogar biologisch wirkte und mehr Ertrag und gesündere Pflanzen, auch ohne Pestizide und unnötige Gifte.
    • Conny Loretan | 01.02.2024
      Oh das ist gut. Auch hier im Wallis füllen die Bauern viel zu viel, und zwar auf einfach gut gelegenen Wiesen, wird stundenlang gegüllt. Zum davon rennen. Ich habe auch schon Video auf genommen.
  • Anna | 31.01.2024
    Den Bauern wurde gesagt dass sie weniger Schweine mästen sollen. Nicht alle haben das befolgt. Viel Schweinefleisch musste dann billig ins Ausland verkauft werden.
  • Jürg | 31.01.2024
    Auch Menschliche Scheise hat Posphor !
    • Andy Clausen | 01.02.2024
      Ganz genau.
      Alle sind gekauft:
      Kann ich gewiss behaupten:
      In Hellvetien.....
  • Ketzer | 31.01.2024

    Stimmt, das hat mir sogar der Typ vom Amt für Umwelt bestätigt!

  • Gesunder Menschenverstand | 29.01.2024
    Ist am eimfachsten, die Bauern sind schuld.
    Kläranlagen lassen bei Starkregen die ganze Scheisse in den Bach, spielt keine Rolle...
    • Philipp | 31.01.2024
      Scheisse hat keinen Phosphor
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