Bayer mit Milliardenverlust 

Der deutsche Chemie- und Pharmakonzern Bayer schreibt einen Verlust von umgerechnet rund 4,4 Milliarden Franken.  Angesichts der aktuellen Marktdynamik bleiben die Wachstumsaussichten eher schwach. Bayer gerät wegen Glyphosat-Rechtsstreits zurzeit immer wieder in die Schlagzeilen.

Auch mit Blick auf die Profitabilität gebe es weiter Herausforderungen, teilte der Pharma- und Agrarchemiekonzern am Mittwoch im Zuge der Vorlage der Resultate des dritten Quartals mit. Im abgelaufenen dritten Quartal bekamen die Leverkusener abermals rückläufige Preise für den Unkrautvernichter Glyphosat zu spüren.

Abspaltung Crop Science wird geprüft

Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwas mehr als acht Prozent auf 10,3 Milliarden Euro. Auch negative Währungseffekte belasteten. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) brach um fast ein Drittel auf 1,7 Milliarden Euro (etwa 1,63 Milliarden Franken) ein und damit stärker als von Analysten erwartet. Unter dem Strich stand ein Verlust von 4,57 Milliarden Euro  (etwa 4,4 Milliarden Franken), auch wegen erneuter Wertminderungen im Agrargeschäft. Vor einem Jahr strich Bayer noch ein Gewinn von 546 Millionen Euro (etwa 525 Millionen Franken) ein.

Der seit Juni amtierende Konzernchef Bill Anderson will im März seine Pläne für die künftige Unternehmensstruktur vorstellen. Aktuell hiess es dazu, Bayer befasse sich weiter mit verschiedenen Optionen – neben der Beibehaltung von drei Divisionen werde auch eine Trennung von der Sparte Consumer Health oder der Sparte Crop Science geprüft. Letztere umfasst das Agrargeschäft, zu dem auch Glyphosat gehört.

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