Bea: Zwischen Stall, Sensoren, Milch und Miss Bea

Vom 24. April bis 3. Mai öffnet die Berner Publikumsmesse erneut ihre Tore. Unter dem Motto «Von Regionalität bis Robotik» steht ein brandaktuelles Thema im Fokus, das zunehmend die Landwirtschaft revolutioniert.

Susanne Künsch |

Wenn sich vom 24. April bis 3. Mai 2026 auf dem Gelände der BEA in Bern erneut Hunderttausende Besucherinnen und Besucher begegnen, steht ein Thema besonders im Mittelpunkt: die Landwirtschaft – traditionsreich, innovativ und näher am Alltag der Bevölkerung als je zuvor.

Die grösste Publikumsmesse der Schweiz zeigt eindrücklich, wie sich bäuerliche Arbeit zwischen Handwerk und Hightech weiterentwickelt. Die Schweizer Landwirtschaft präsentiert sich an der BEA als Erlebnis, Bildungsplattform und Zukunftslabor zugleich. Rund 900 Ausstellende präsentieren ein breites Spektrum – von Tierhaltung über Lebensmittelproduktion bis hin zu modernster Agrartechnologie.

Landwirtschaft im digitalen Wandel

Neben Tradition zeigt die BEA 2026 auch die Zukunft der Landwirtschaft. In der Sonderschau «Roboterwelten» demonstrieren Unternehmen und Hochschulen, wie Digitalisierung und Automatisierung den Agrarsektor verändern. Melkroboter, automatisierte Fütterungssysteme und intelligente Sensorik stehen exemplarisch für eine Branche im Wandel.

Die Ausstellung vereint Schweizer Spitzeninnovation: Die ETH Zürich präsentiert, wie genetische und robotische Technologien zur frühzeitigen Schädlingserkennung im Rebbau eingesetzt werden. Ob autonome Einkaufswagen, wendige Roboterhunde oder humanoide Helfer, am Thema Robotik kommt man schwerlich vorbei – als unverzichtbares Werkzeug für Produktion, Bauwesen und Pflege. Forschungsinstitutionen zeigen zudem Lösungen zur frühzeitigen Erkennung von Pflanzenkrankheiten oder zur Optimierung von Erträgen. Damit wird deutlich: Die Landwirtschaft von morgen ist datengetrieben – ohne dabei ihre Wurzeln zu verlieren.

Sonderschau «Wir sind Schweizer Milch»

Ein Highlight ist die Sonderschau «Wir sind Schweizer Milch», die die Bedeutung der Milchproduktion für die Schweizer Landwirtschaft beleuchtet. Interaktive Stationen erklären, wie aus Gras ein hochwertiges Naturprodukt entsteht und welche Rolle Nachhaltigkeit dabei spielt. Wie jedes Jahr können auch an der diesjährigen BEA verschiedene Lehrberufe live vor Ort erlebt werden: In der Hufschmiedewerkstatt kann die Arbeit der Hufschmiedinnen und Hufschmiede aus dem Nationalen Pferdezentrum oder dem Haras National in Avenches mitverfolgt werden – ein traditioneller Lehrberuf, der Handwerk mit der Arbeit am Tier vereint.

Echtes Handwerk gibt es zudem in der Sattlerei zu beobachten: Berufssattlerinnen zeigen, wie aus hochwertigem Leder ein massgeschneiderter Sattel gefertigt wird. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der regionalen Lebensmittelproduktion. In Halle 3 und in der Festhalle Stage, wo auch das «Grüne Zentrum» angesiedelt ist, präsentieren Produzentinnen und Produzenten ihre Erzeugnisse – von Käse und Fleisch bis hin zu Backwaren und Spezialitäten.

Die Besuchenden empfängt der verlockende Duft nach frisch gebackenem Brot, geräuchertem Schinken oder würzigem Käse. Für Liebhaber von edlen Tropfen heisst es einmal mehr: Betrachten, schwenken und probieren von Wein aus dem In- und Ausland. Immer wieder ein Highlight ist das Degustieren von regionalen Köstlichkeiten und das Kennenlernen der Menschen dahinter, die sie mit Liebe und Hingabe zubereitet haben. Einmal mehr bietet die BEA Bäuerinnen und Bauern eine ideale Plattform, mit der Bevölkerung in Kontakt zu treten und auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

Miss BEA 2026

An der 38. Bernischen Eliteschau am Freitag, 1. Mai, wird sich erneut eine vierbeinige Schönheit an die nächste reihen. In der grossen Arena in Halle 15 werden Kühe der Rassen Simmental, Swiss Fleckvieh, Red Holstein/ Holstein aufgeführt. Die Eliteschau wird um 9 Uhr mit dem öffentlichen Richten eröffnet, das von 9.30 bis gegen 12.30 Uhr dauert. Danach erfolgt die Parade der erst- und zweitrangierten Tiere jeder Kategorie. Die Richter werden anschliessend die Miss BEA 2026, die Schöneutersiegerin sowie die Rassensiegerinnen bekannt geben.

Im vergangenen Jahr wurde die Red-Holstein-Kuh Järmann’s Bad Queen von Lukas Streit aus Bowil BE zur Miss BEA gekürt. Während der Messe stehen in der Facharena sowie in der Gross- und Heimtierarena täglich eine Vielzahl von Pferden und Tierveranstaltungen auf dem Programm. Das Angebot reicht von Präsentationen von Burgdorfer Pferden bis zu Feuerpferden, von Bachblüten für Hunde und, man staune, zu Dogdance-Vorführungen, eine Hundesportart für Mensch und Hund. Die Highlights der BEA 2026 zeigen, dass die Landwirtschaft trotz KI und Robotertechnik das Herz der Messe bleibt. Zwischen Kuhstall und Robotik entsteht ein facettenreiches Bild einer Branche im Wandel.

Infos

Öffnungszeiten: Täglich von 9 bis 18 Uhr; Degustation: 11 bis 20 Uhr, letzter Tag: 18 Uhr

Preise:

- Erwachsene: 20 Fr. (online 18 Fr.)

- AHV/IV, Studierende/Lernende: 15 Fr. (online 13 Fr.)

- Kinder 6–16 Jahre: 11 Fr. (online 9 Fr.)

- Kinder unter 6 Jahren: gratis

- Familienkarte (1 Erwachsene und max. 3 Kinder): 36 Fr. (online 33 Fr.)

- Familienkarte (2 Erwachsene und max. 3 Kinder): 43 Fr. (online 42 Fr.)

Anreise mit dem Auto: Wenige Parkplätze. Auf der Kleinen Allmend und an der Wölflistrasse (gebührenpflichtig).

Anreise ab Hauptbahnhof: Tram Nr. 9 bis Guisanplatz Expo oder Bus 20 bis Endstation. Anreise mit der S-Bahn: Bis Station Bern Wankdorf (S1, S2, S3, S4, S31, S44) dann Tram 9 bis zur Expo (Guisanplatz). suk

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