«Biodiversitätskrise geht tiefer als bisher angenommen»

AgE |

Fortschreitender Artenverlust bei Wildtieren wird auch das Artensterben von Pflanzen beschleunigen. Darauf weist eine dänisch-amerikanische Studie hin, deren Ergebnisse von der Universität Aarhus in der vorletzten Woche vorgestellt wurden.

Laut den Forschern um Prof. Jens-Christian Svenning vom Fachbereich Biologie der Universität Aarhus sind viele Pflanzen in der Natur auf verschiedenste Säugetiere und Vögel angewiesen, um ihre Samen über deren Kot, Fell oder Gefieder zu verbreiten. Dies habe den Pflanzen beispielsweise in den letzten Eiszeiten dabei geholfen, mit Klimaschwankungen klar zu kommen, da sie durch die Samenwanderung im Laufe von Generationen ungünstiger werdende Klimazonen hätten verlassen können.

Laut dem Forscherteam sind die Pflanzen heute in vielen Biotopen mit einer sehr raschen Veränderung der klimatischen Bedingungen konfrontiert. Da Zahl und Vielfalt der Wildtiere jedoch verbreitet stark abgenommen hätten, könnten sich die Pflanzen nun nicht mehr schnell genug ausbreiten.

Diese «passive» Anpassungsmöglichkeit an sich ändernde Umweltbedingungen ist nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler im Vergleich zu den ursprünglichen Verhältnissen um 60 % gesunken. Sie fürchten nun, dass deshalb etwa die Hälfte aller Pflanzenarten weltweit stärker als bisher gedacht vom Artensterben bedroht ist.

«Unsere Studie zeigt, dass die Biodiversitätskrise tiefer geht als bisher angenommen», betonte Svenning. Der Artenrückgang führe zum Verlust natürlicher Mechanismen, was die Krise nochmals verschlimmere. Besonders stark zeige sich dieser Effekt bisher in den gemässigten Zonen der Erde.

Teilweise habe man Regionen gefunden, wo die Ausbreitungsfähigkeit von Pflanzen auf nur noch 5 % des Ursprungswertes gesunken sei, so der dänische Biologe. Das Forscherteam weist darauf hin, dass man dem Rückgang der natürlichen Samenverbreitung entgegenwirken kann, wenn man die Ökosysteme wiederherstellt und besser vernetzt. Dies helfe Tieren bei der Wanderung zwischen verschiedenen Lebensräumen und befördere damit auch den Samentransport, heißt es in der Studie.

Kommentare (7)

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  • Luzerner Bauer | 29.01.2022
    Hoi Beat und Ueli,
    eure Kommentare könnten ebenso gut von einem fundamentalistischen Moslem, Hindu, Juden... oder auch Atheisten oder Christen sein! Jeder hat eben (s)eine Religion...
    Ich frage mich jetzt nur, ob ihr euch am besten gegenseitig die Köpfe einschlagen solltet oder gar nichts machen müsst, weil eure Meinungen gar nicht so weit auseinander sind!? ;-)
  • Ueli Nebiker | 28.01.2022
    Für mich ist die Erhaltung der Natur und Umwelt das höchste Ziel, da dies unsere Lebensgrundlage ist. Der Mensch ist da zweitrangig und störender/vernichtender Faktor. Wenn man jetzt wie du die Bibel als das mass der Dinge über alles setzt, sehe ich schwarz um unsere Zukunft. Mir konnte noch keiner beweisen, dass es Gott gibt, aber schon mancher, dass es mit der Natur Bach-ab geht.
  • Nebiker Ueli | 28.01.2022
    Wenn man mit offenen Augen durch die Natur geht, und seine Kindheit in Erinnerung hat, merkt man, dass die eine Pflanze, oder das eine Tier weniger geworden, oder schon gar verschwunden ist. Falls du ein Landwirtschaftlichen Hintergrund hast, muss ich dir ja nicht erklären, dass in der Natur alles zusammenhängt. ( inkl. Klima und Biodiv.) Und weniger Menschen auf der Erde wäre ein Gewinn für die Natur.
    • Beat Furrer | 28.01.2022
      Ja, wenn die Natur das höchste Ziel ist, dann hast du recht. So wie die Natur erschaffen wurde, so wird sie auch wieder ersetzt werden. Der Mensch ist der Hauptfokus der Schöpfung und des Schöpfers.
      Da das an Schulen und Universitäten und via Massenmedien nicht mehr gelehrt wird, fallen wir in den mittelalterlichen, unfreiheitlichen Zustand zurück.
  • Ueli Nebiker | 28.01.2022
    Dann lass uns doch von deinen Erkenntnissen zum Thema Biodiversität teilhaben. Ich habe den Zusammenhang mit der "Elite" nicht ganz begriffen?
    • Beat Furrer | 28.01.2022
      Ueli, Biodiversität ist ein ideales Thema, um die Ziele der Elite zu verwirklichen.
      1. Es ist sehr komplex
      2. Die UNO wird damit beauftragt, Nachhaltigkeitskriterien aufzustellen
      3. Die Medien verbreiten dieses Thema immer einseitig.
      Es geht darum, uns zu verarmen und die Weltbevölkerung zu reduzieren.
      Dazu eignen sich Themen wie Biodiversität, Covid und Klima.
      Anhand der Covid-Massnahmen könnten dir die Augen aufgehen, Ueli!
      Biodiversität ist etwas schwerer zu durchschauen als Covid!
  • Beat Furrer | 28.01.2022
    Neben Covid und Klima ist Biodiversität ein weiteres Panikthema, das immer einseitig dargestellt wird.
    Komisch nur, dass bei allen drei Themen die Superreichen, bzw. die Elite, immer reicher werden, während von der breiten Bevölkerung immer mehr Einschränkungen verlangt werden (Verarmung, Gleichschaltung)
    Hier soll eben das Programm dieser Elite (die sich gerade wieder am WEF in Davos versammelt) verwirklicht werden.
    Wer hinter die Kulisse schaut, erkennt die völlige Verdorbenheit dieser Elite!

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