Brasilien will Treibhausgasausstoss der Landwirtschaft senken

Mehr Klimaschutz in der Landwirtschaft will das brasilianische Landwirtschaftsministerium durch den sogenannten Nationalen ABC-Plan (Plano ABC Nacional) erreichen, der vergangene Woche im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde und damit Gültigkeit erlangt hat.

AgE |

Mehr Klimaschutz in der Landwirtschaft will das brasilianische Landwirtschaftsministerium durch den sogenannten Nationalen ABC-Plan (Plano ABC Nacional) erreichen, der vergangene Woche im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde und damit Gültigkeit erlangt hat.

Um die Treibhausgasemissionen der heimischen Agrarbetriebe zu verringern und darüber hinaus Kohlenstoffdioxyd im Boden und in der Vegetation zu binden, sollen dem Plan zufolge bis 2020 für geschätzte umgerechnet 66 Mrd. Euro (81 Mrd. CHF) Massnahmen „für einen nachhaltigeren Umgang mit der Natur“ durchgeführt werden. Eine Ansatzstelle sind die landesweit 168 Mio. ha Weiden. Vorgesehen ist, insgesamt 15 Mio. ha degradierte Weiden wiederherzustellen.

Daneben will die Regierung integrierte Produktionssysteme, in denen ein Unternehmen die Betriebszweige Ackerbau, Viehzucht und Waldbau vereint, auf landesweit 4 Mio. ha einführen. Ferner sollen Direktsaatverfahren auf zusammen 8 Mio. ha und die biologische Stickstofffixierung, etwa durch den Anbau von Hülsenfrüchten, auf weiteren 5,5 Mio. ha genutzt werden. Ebenfalls geplant sind Aufforstungsmassnahmen.

So will das Ressort Baumplantagen zur Produktion von Holz, Fasern und Zellulose bis 2020 auf 9 Mio. ha ausweiten. Schliesslich soll vermehrt Gülle für die Energiegewinnung eingesetzt werden.

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