
Proviande
Nach Angaben der chinesischen Zollbehörde (GACC) beliefen sich die russischen Ausfuhren von Schweinefleisch in die Volksrepublik 2025 auf umgerechnet 73,8 Mio. Euro (68,1 Mio. Fr.). Das war im Vorjahresvergleich eine Steigerung um mehr als 60%.
Weitere russische Firmen vor Freigabe
China kaufte im vergangenen Jahr Schweinefleisch in 17 Ländern zu. Angeführt wird die Liste der Lieferanten von Spanien mit einem Gesamtwert von 508,6 Mio. Euro (469 Mio. Fr.). Dahinter folgt Brasilien mit 315,2 Mio. Euro (291 Mio. Fr.), die Niederlande mit 118,3 Mio. Euro (109 Mio. Fr.) und Dänemark mit 115,7 Mio. Euro (107 Mio. Fr.). Ob allerdings die EU-Länder weiter bei diesen Mengen bleiben werden, ist fraglich. Seit dem 17. Dezember 2025 gelten nämlich die chinesischen Antidumpingzölle auf Schweinefleischimporte aus der EU, und das für einen Zeitraum von fünf Jahren. Je nach Unternehmen müssen zwischen 4,9 und 19,8% gezahlt werden.
Der Wert der russischen Schweinefleischexporte nach China sank im Dezember 2025 auf rund 4,1 Mio. Euro (3,9 Mio. Fr.). Im Vorjahresmonat waren es 4,4 Mio. Euro (4,06 Mio. Fr.). Ihren Höchststand erreichten die russischen Lieferungen im Juli 2025 mit 10,6 Mio. Euro (9,8 Mio. Fr.). Derzeit haben drei russische Unternehmen eine Erlaubnis, Schweinefleisch nach China zu exportieren. Laut der russischen Aufsichtsbehörde für Pflanzen- und Tiergesundheit (Rosselkhoznadzor) wird derzeit die Freigabe von weiteren sieben Firmen geprüft.
Hauptsächlich Kali geliefert
Ausbauen konnte Russland im vergangenen Jahr auch seine Exporte von Mineraldünger nach China. Geliefert wurden laut fast 5 Mio. Tonnen, womit die Vorjahresmenge um 6% übertroffen wurde. Das brachte den Exporteuren Einnahmen von rund insgesamt 1,4 Mrd. Euro (1,3 Mrd. Fr.), was gegenüber 2024 ein Plus von 12% bedeutet.
China orderte 2025 fast ausschliesslich Kalidünger aus Russland, nämlich 4,6 Mio. Tonnen, und zahlte dafür etwa 1,3 Mrd. Euro (1,2 Mrd. Fr.). Die Gesamtimporte der Volksrepublik an Mineraldünger beliefen sich im vergangenen Jahr auf 14,1 Mio. Tonnen; somit kam etwa ein Drittel der Lieferungen aus Russland.