Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am Donnerstag mit einem Video noch einmal auf den Ernst der Coronavirus-Krise aufmerksam gemacht. Gruppen von mehr als fünf Personen sollen vermieden werden, heisst es darin.
Das gilt auch für Kinder, wobei immer die gleichen Kinder mit der gleichen Betreuungsperson eine Gruppe bilden sollen. Abstand sollte zu allen gehalten werden, auch zu Freunden und auch im Freien.
Das BAG ruft auch dazu auf, das Haus nur für die Arbeit, den Einkauf, das Joggen, Velofahren oder für Spaziergänge allein oder zu zweit zu verlassen. Personen, die einer Risikogruppe angehören, sollen zu Hause bleiben und sich helfen lassen.
Bisher hat der Bund zwar Läden und Lokale geschlossen, die Bewegungsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger aber nicht eingeschränkt. Er appellierte an die Eigenverantwortung, was nur teilweise erfolgreich war.
Als erster Kanton hat der Kanton Uri daher am Donnerstag die Bewegungsfreiheit von Personen über 65 Jahre eingeschränkt. Diese dürfen die Wohnung nur noch in wenigen Ausnahmefällen verlassen. Angesichts der rasant steigenden Fallzahlen muss der Bund möglicherweise bald nachziehen.
figcaption>Der Bundesrat empfiehlt, Besuche in Alters- und Pflegeheimen und Spitälern zu vermeiden. Sei ein Besuch nötig, soll man sich ans Pflegepersonal wenden und dessen Empfehlungen zu befolgen. Auch für das Benutzen von Zug, Tram und Bus gibt es konkrete Empfehlungen: Reisen in Stosszeiten sollen wenn möglich vermieden und Freizeit-Fahrten reduziert werden.