D: Brauer wehren sich gegen Glyphosat-Studie

Das Umweltinstitut München hat in deutschen Bieren das Pestizid Glyphosat gefunden. Die deutschen Brauer halten die Testergebnisse für nicht glaubwürdig.

Das Umweltinstitut München hat in deutschen Bieren das Pestizid Glyphosat gefunden. Die deutschen Brauer halten die Testergebnisse für nicht glaubwürdig.

Die deutschen Brauer feiern heuer 500 Jahre Reinheitsgebot. Für das Umweltinstitut München war dies Anlass, um die 14 beliebtesten Biermarken in Deutschland zu untersuchen. In allen Bieren habe man das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat nachweisen können, heisst es in einer Mitteilung. Zwar seien die gemessenen Mengen klein, das Ergebnis sei dennoch besorgniserregend, weil die Weltgesundheitsorganisation Glyphosat als erbgutschädigend und "wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft habe.

Die Testergebnisse seien nicht nachvollziehbar und unglaubwürdig, kritisieren die deutschen Brauer in einer Stellungnahme. Das Umweltinstitut München wolle Einfluss nehmen auf die Anfang März 2016 vorgesehene Entscheidung der EU-Staaten über die Verlängerung der Glyphosat-Zulassung. Die Brauer weisen darauf hin, dass ein Erwachsener an einem einzigen Tag 1‘000 Liter Bier trinken müsste, um ein gesundheitliches Risiko durch die gefundenen Glyphosat-Mengen einzugehen.

Die deutschen Brauer betonen zudem, dass Glyphosat heute inzwischen fast überall nachweisbar sei, selbst in Bio-Lebensmitteln. Unzählige Studien hätten diese Spuren für gesundheitlich unbedenklich erklärt.

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