Die Qualität als Erfolgsbasis

Bei der diesjährigen Austragung des Swiss Agro Forum (SAF) stand das Thema Qualität im Fokus. Zahlreiche Personen aus der Land- und Ernährungswirtschaft nahmen am Anlass teil.

Bei der diesjährigen Austragung des Swiss Agro Forum (SAF) stand das Thema Qualität im Fokus. Zahlreiche Personen aus der Land- und Ernährungswirtschaft nahmen am Anlass teil.

Qualität ist für die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft essentiell. Nur durch hochstehende Agrarprodukte kann sich diese vom Ausland differenzieren und erfolgreich behaupten – ob im Inland oder im Export. Am Swiss Agro Forum boten Referentinnen und Referenten aus verschiedenen Branchen einen Einblick in ihr Verständnis von Qualität.

Stationärer Detailhandel bleibt Fundament

Ferdinand Hirsig war bis zu seiner Pensionierung dieses Jahr Leiter der Division Detailhandel/Energie bei der Fenaco. Er sprach als ehemaliger Volg-Chef zur Qualität im Detailhandel. Was beeinflusst im Detailhandel die Qualität des Angebotes? Der Laden, Erreichbarkeit, Sortiment, Preis/Leistung, Dienstleistungen und der Mensch – die Verkäuferin und der Verkäufer – seien entscheidende Faktoren, so Hirsig.

Aktuell ging Hirsig auch darauf an, wie Corona die Landschaft verändert hat. Seiner Ansicht nach haben die ländlichen Regionen an «Coolness» zugelegt. Vorwärts gingen auch die Online-Verkäufe, die aber rasch an Grenzen stiessen. Die Logistik sei kollabiert, so Hirisig. Statt Same-Day-Delivery sei man froh gewesen, wenn die Ware eine Woche später angekommen sei. Ausserdem sei die Qualität in den Hintergrund getreten. Ob das WC-Papier drei- oder einlagig ist, sei auf einmal egal gewesen. Klar sei, dass der stationäre Detailhandel das Fundament des Detailhandels bleibe. Die Chance auf Disruption sei verpasst worden, so Hirsig.

Aldi setzt auf Bio

Wie ein Discounter Qualität umsetzen kann erklärte Jérôme Meyer, der bei Aldi Suisse die Geschäftsführung vom Timo Schuster übernehmen wird. Meyer zeigt die Entwicklung von Aldi in der Schweiz seit dem Markteintritt auf. Schweizerinnen und Schweizer legen Wert auf gepflegte Läden, was sich auch auf die Gestaltung der Filialen auswirkte.

Aldi sei mit einem Modell gekommen, das in Deutschland funktioniert habe, aber die Schweizerinnen und Schweizer waren anderes gewöhnt. Als Beispiel nannte er das Kassensystem, das für viele Reklamationen gesorgt habe. Dieses wurde geändert und wird nun gar von Aldi in England übernommen werden. Grundsätzlich sei Swissness ein wichtiges Qualitätsmerkmal, so Meyer. Zukünftige Schwerpunkte seien Frische und Bio mit Schweizer Herkunft, so Meyer.

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