Dritte Windturbine auf Gotthardpass

Er steht für den Tessiner Beitrag zur Erreichung der Klimaziele 2050: der «Parco eolico del San Gottardo». Am Donnerstag ist die dritte von insgesamt fünf Windturbinen montiert worden. Anfang November soll der Park erstmals Windenergie produzieren.

Er steht für den Tessiner Beitrag zur Erreichung der Klimaziele 2050: der «Parco eolico del San Gottardo». Am Donnerstag ist die dritte von insgesamt fünf Windturbinen montiert worden. Anfang November soll der Park erstmals Windenergie produzieren.

Der Gotthard gehöre zu den wenigen Orten im Tessin, die sich für die Installation eines Windparks eignen, heisst es auf der Homepage der Azienda Elettrica Ticinese (AET).

Voraussetzungen ideal

Denn auf 2130 Metern über Meer ist der Wind stark genug, um Energie zu produzieren. Auf dem Pass, der die deutsche von der italienischen Schweiz trennt, seien die Voraussetzungen für ein solches Projekt ideal, da bereits eine ausreichende Infrastruktur sowie ein geeignetes Stromnetz vorhanden sind.

Wenn alles gut geht, kann der «Parco eolico del San Gottardo» Mitte September den Probebetrieb aufnehmen, wie der AET-Kommunikationsverantwortliche Pietro Jolli auf Anfrage von Keystone-SDA sagt. Mitte Oktober soll der Windpark fertig gebaut sein und Anfang November erstmals Energie produzieren.

Strom für 5000 Haushalte

Der «Parco eolico del San Gottardo» wird dereinst aus fünf Windgeneratoren bestehen. Deren Gesamtleistung wird auf 11,75 Megawatt geschätzt; jährlich soll der Windpark bis zu 20 Gigawattstunden Strom produzieren. Damit werden die Windturbinen auf dem Gotthardpass den Strombedarf von gut 5000 Haushalten decken, was den Bedarf der Bezirke Leventina und Blenio sogar übersteigt, wie es im Projektbeschrieb heisst.

Am «Parco eolico del San Gottardo» ist die Azienda Elettrica Ticinese mit 70 Prozent, die Services Industriels de Genève mit 25 Prozent und die Gemeinde Airolo mit 5 Prozent beteiligt.

Kommentare (2)

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  • Walther | 26.11.2020
    Strom wird an 80 -100 Tagen/Jahr produziert, wobei viel zum Heizen der Rotorblätter verwendet werden muss.
    • Karl | 22.12.2020
      @Walther: Worauf beruht Ihre Behauptung. Ich weiss aus erster Hand, dass der Nettoertrag gemessen wird, also die Produktion abzüglich des Eigenverbrauchs der Anlagen. Natürlich laufen die Anlagen nicht immer auf Volllast, aber wenn Sie schon einmal länger Zeit auf dem Gotthardpass waren, wüssten Sie, dass praktisch jeden Tag der Wind bläst. Und vor allem liefern die Anlagen Winterstrom!

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