Esaf war finanzieller Erfolg

Etwas mehr als drei Monate nach dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (Esaf) in Zug haben die Organisatoren eine erste positive finanzielle Bilanz gezogen. Das Fest schliesst mit einem Gewinn ab, die Helfer erhalten ein doppelt so grosses Sackgeld wie in Aussicht gestellt.

Etwas mehr als drei Monate nach dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (Esaf) in Zug haben die Organisatoren eine erste positive finanzielle Bilanz gezogen. Das Fest schliesst mit einem Gewinn ab, die Helfer erhalten ein doppelt so grosses Sackgeld wie in Aussicht gestellt.

Die endgültigen Zahlen zum Grossanlass, der vom 23. bis 25. August 2019 in Zug stattfand, liegen noch nicht vor. Die Hochrechnungen sähen aber gut aus, teilten die Organisatoren am Freitag mit. Es habe einfach alles gestimmt.

1,4 Millionen Franken an Helfer

An dem Erfolg teilhaben werden die Zuger Schwingklubs, die Helfer und Helferinnen und der Kanton Zug. Die vier Schwingklubs Ägerital, Zug-Umgebung, Oberwil-Zug und Cham-Ennetsee erhalten den Gewinn von 850'000 Franken. An die Helfenden, die insgesamt 85'000 Stunden im Einsatz standen, gehen 1,4 Millionen Franken. Sie erhalten pro geleistete Stunde 16 Franken ausbezahlt. Dies sei doppelt so viel wie ursprünglich geplant, teilten die Organisatoren mit.

Eine Million Franken geht an eine Stiftung, die neu geschaffen wurde. Mit ihr sollen Kultur-, Gesundheits- und Sportprojekte des Kantons unterstützt werden. Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest könne damit die Bevölkerung an seinem Erfolg teilhaben lassen.

Im Wetterglück

Gemäss den Organisatoren gibt es verschiedene Gründe, die zum positiven finanziellen Ergebnis geführt haben. Das Budget sei auf ein Worst-Case-Szenario ausgerichtet worden, das Wetter an den Festtagen sei sehr gut gewesen, und es seien mehr Besucherinnen und Besucher an den Anlass gekommen als erwartet.

Budgetiert worden waren 300'000 bis 350'000 Personen, gekommen waren aber 420'000. Im Schnitt trank jede von ihnen sechs Deziliter Bier, total wurden fast 265'000 Liter ausgeschenkt. Dazu kamen 37'000 Liter Most und Apfelsaft, 120'000 Liter Mineralwasser, 127'000 Liter Süssgetränke, 125'000 Kaffees, 5400 Liter Schnaps und 28'000 Liter Wein.

90 Prozent mit öV angereist

Bewährt hat sich nach Angaben der Organisatoren das Verkehrskonzept. 90 Prozent der Besucher seien mit dem öffentlichen Verkehr angereist. Im Schnitt sei nur jeder fünfte der 6500 Parkplätze belegt gewesen.

Die Zuger hatten sich zum Ziel gesetzt, ein klimaneutrales Fest zu organisieren. In wieweit dies erreicht worden ist, steht noch nicht fest. Der Nachhaltigkeitsbericht wird im Frühling 2020 veröffentlicht. Dann wird der Eidgenössische Schwingverband auch vom offiziellen Schlussbericht des Esaf 2019 Kenntnis nehmen.

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