Nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern der Europäischen Union ist Biomilch ein Wachstumssegment.
Wie die Landesvereinigung der Milchwirtschaft in Nordrhein-Westfalen (LV Milch) auf Basis von vorläufigen Daten der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) vergangene Woche berichtete, hat in Frankreich die Anlieferung von Biomilch von Januar bis November 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,4 % auf fast 1,04 Mio t zugenommen.
Die Änderungsrate ist dabei um den Schalttag bereinigt. Noch mehr Biomilch erfassten im gleichen Zeitraum die deutschen Molkereien mit gut 1,13 Mio t.
Nur noch wenige neue Lieferbetriebe zugelassen
allerdings fiel hierzulande die Zuwachsrate mit 3,9 % deutlich geringer aus. Dem Anbauverband Bioland zufolge geben die Biomolkereien nur noch sehr behutsam Zusagen für neue Lieferbetriebe, um Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht zu halten.
Auch in Skandinavien wurde im vergangenen Jahr die Erzeugung ausgeweitet. So nahm Januar bis November 2020 die von den Molkereien erfasste Biomilchmenge in Finnland gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,7 % auf 74’ 000 t zu. Deutlich mehr Rohstoff wurde im Gesamtjahr 2020 in Schweden mit 439’ 000 t verarbeitet, was einen Zuwachs von 3,3 % bedeutete.
Im Norden Europas wurde in Dänemark die meiste Milch ökologisch erzeugt und den Verarbeitern angedient; das Aufkommen lag mit 666 ‘000 t um 2,4 % über dem vergleichbaren Vorjahresniveau. Aus Österreich wurde ein unterdurchschnittlicher Zuwachs von 1,5 % auf 549’000 t gemeldet.
