Für die Absatzförderung von Agrarrohstoffen und Lebensmitteln aus den Mitgliedstaaten stellt die Europäische Kommission 182,9 Millionen Euro bereit.

Alice Wiegand
Die Europäische Kommission stellt für die Absatzförderung von Agrarrohstoffen und Lebensmitteln aus den Mitgliedstaaten im kommenden Jahr insgesamt 182,9 Mio. Euro (197,8 Franken) bereit. Wie die Brüsseler Behörde am vergangenen Donnerstag mitteilte, soll über die Unterstützung für Produkte und landwirtschaftliche Verfahren insbesondere der Green Deal vorangebracht werden.
Besonders berücksichtigt würden deshalb Erzeugnisse aus ökologischer beziehungsweise biologischer Produktion, Obst und Gemüse sowie die nachhaltige Landwirtschaft. Laut EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski soll die Absatzförderungspolitik zu einem „entscheidenden Instrument“ zur Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft im Einklang mit den Zielen des Green Deal werden. Eine solche Erzeugung bringe den Produzenten wie auch den Verbrauchern Vorteile, indem der Wert der Produkte erhöht und dem zunehmenden Wunsch der Konsumenten nach nachhaltig produzierten Lebensmitteln entsprochen werde.
Die Mittel für die Absatzförderung seien Ausdruck der ehrgeizigen Ziele der Kommission und müssten auch in den kommenden Jahren beibehalten werden, um die Ziele des Green Deal weiterhin zu unterstützen. Nach Angaben der Kommission sind mit 86 Mio. Euro (93 Mio. Franken) beinahe die Hälfte der Gelder für Kampagnen vorgesehen, die insbesondere die Farm-to-Fork-Strategie flankieren sollen. Dazu gehörten Informationen für Verbraucher in der EU und in Drittstaaten über die ökologische Landwirtschaft und die Rolle der Agrar- und Ernährungswirtschaft beim Klima- und Umweltschutz; zudem solle die Bekanntheit des Öko-Logos verbessert werden. Ausserdem würden Kampagnen innerhalb der Gemeinschaft finanziert, um durch den erhöhten Konsum von frischem Obst und Gemüse gesunde und ausgewogene Ernährungsgewohnheiten zu fördern.
Ein weiterer Schwerpunkt werde darin bestehen, die hohen Sicherheits- und Qualitätsstandards sowie die Vielfalt und die traditionellen Aspekte der EU-Lebensmittel hervorzuheben. Ausserhalb der EU wird der Fokus den Kommissionangaben zufolge auf Märkten mit hohem Wachstumspotential wie Japan, Südkorea, Kanada und Mexiko liegen. Die ausgewählten Kampagnen sollten die Wettbewerbsfähigkeit und den Verbrauch von europäischen Erzeugnissen steigern, ihre Bekanntheit verbessern und ihren Marktanteil erhöhen.