Naturschutzgesetz: EU-Umweltminister einigen sich

sda |

Die Umweltminister der EU-Staaten haben sich auf ihre Position zu einem umstrittenen Naturschutzgesetz geeinigt. Das «Gesetz zur Wiederherstellung der Natur» soll Ökosysteme vor dem Zusammenbruch bewahren.

Die EU-Länder sollen beispielsweise Massnahmen ergreifen, um bis 2030 mindestens 30 Prozent der sich in einem schlechten Zustand befindlichen Lebensräume in Land-, Küsten-, Süsswasser- und Meeresökosystemen wieder in einen guten Zustand zu bringen.

Natur wiederherstellen

Bis 2040 sollen für mindestens 60 Prozent und bis 2050 für mindestens 90 Prozent der einzelnen Lebensräume in schlechtem Zustand Wiederherstellungsmassnahmen eingeführt werden. So sollen trockengelegte Moore vernässt oder Wälder aufgeforstet werden.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke bezeichnete die Entscheidung vom Dienstag als deutliches Signal zur Wiederherstellung der Natur. Dieses sei enorm wichtig und gebe für die Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament Rückenwind. «Das ist ein entscheidender Schritt, um in Europa intakte Natur zu erhalten und wiederherzustellen», sagte die Grünen-Politikerin.

Kritik von CDU

Die Christdemokraten im Europaparlament hatten das geplante Gesetz vehement kritisiert. Die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen werde eingeschränkt, wodurch etwa die Ernährungssicherheit gefährdet werde. Parlament und EU-Staaten müssen nun einen endgültigen Kompromiss aushandeln. Vorher muss sich das Parlament aber auf seine Verhandlungsposition einigen.

Hier finden Sie die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur. 

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