Freiberger nicht gefährdet

Trotz sinkenden Bestandeszahlen ist das Freibergerpferd keine gefährdete Rasse. Dies geht aus einem Bericht des Bundesrats hervor. Aktuell wird die Rasse mit rund 10 Millionen Schweizer Franken pro Jahr unterstützt. Er will die Importe nicht verkleinern, dafür im Ausland für den Freiberger bekannter machen.

Trotz sinkenden Bestandeszahlen ist das Freibergerpferd keine gefährdete Rasse. Dies geht aus einem Bericht des Bundesrats hervor. Aktuell wird die Rasse mit rund 10 Millionen Schweizer Franken pro Jahr unterstützt. Er will die Importe nicht verkleinern, dafür im Ausland für den Freiberger bekannter machen.

Mit Ihrem Postulat hatte CVP-Ständerätin Anne Seydoux-Christe (JU) den Bundesrat beauftragt, geeignete innovative Massnahmen zu prüfen, um den Rückgang bei den Geburten von Pferden der Freibergerrasse aufzuhalten, damit diese Rasse, der Wissensschatz und die Züchter erhalten bleiben.  Zudem soll der Bundesrat überprüfen, ob alle nach dem WTO-Abkommen zulässigen Möglichkeiten genutzt werden, um die Zucht von Freibergern zu schützen.

Nicht weniger Importe

Im Bericht wurde analysiert, ob das WTO-Zollkontingent um 500 Pferde auf 3'322 Tiere reduziert werden könnte. Die Rücksetzung käme im Vergleich zur heutigen Marktsituation einer künstlichen Verknappung des Angebots gleich und hätte verschiedene volkswirtschaftliche Effekte.

Gemäss Bericht käme zu einem Anstieg des Inlandpreisniveaus und damit höheren Produzentenpreisen. «Dies würde man jedoch erkaufen mit Renten im Pferdehandel und vor allem einer Einschränkung der Auswahl von Rassen bei den Pferdekäufern (geringere Angebotsvielfalt)», heisst es im Bericht.

Freiberger beliebt


Tendenziell würde die Massnahme nicht wettbewerbsfähige Marktstrukturen begünstigen. Zudem würde eine Verkleinerung des Zollkontingents nicht zwingend dazu führen, dass in der Schweiz mehr Freibergerpferde verkauft werden könnten.

Der Bundesrat relativiert im Bericht auch den Geburtenrückgang bei den Freibergerpferden. Trotz sinkender Bestandeszahlen erfreue sich das Freibergerpferd immer grösserer Beliebtheit, hält er fest. Die Freibergerpferde würden grösstenteils durch Freizeitreiter erworben. Die Zahl von Startenden in verschiedenen Pferdesportdisziplinen habe in den letzten Jahren zugenommen.

Im Ausland bekannt machen

Der Bundesrat plädiert im Bericht dafür, die Freibergerpferde über die Grenzen hinaus bekannt zu machen. Das könne einerseits über die vorhandenen Instrumente der Qualitäts- und Absatzförderung für Schweizer Landwirtschaftsprodukte geschehen.

Andererseits sollte sich der Schweizerische Freibergerverband darum bemühen, sein züchterisches Tätigkeitsgebiet auszudehnen, schreibt der Bundesrat. Zusätzliche Züchter im Ausland könnten dazu beitragen, die genetische Variabilität innerhalb der Rasse zu steigern, was sich positiv auf die Populationsgrösse auswirke.

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