Getreide: Ernteverlauf macht Sorgen

Die Getreide- und Rapsernte ist in vollem Gang. Für die Produzenten gestaltet sie sich aufgrund der durchnässten Böden schwierig – wie die Qualität und Menge ausfällt, ist allerdings noch nicht genau klar.

Eine zuverlässige Aussage zur diesjährigen Getreide- und Ölsaatenernte sei aktuell noch verfrüht, lässt die Branchenorganisation Swiss Granum auf Anfrage verlauten.

Ernte deutlich verspätet

Die Ernte habe erst begonnen und es seien noch keine Ernteerhebungen bei den Sammelstellen durchgeführt worden. Deshalb könnten auch die Auswirkungen von den Unwettern auf die Gesamternte, ob und in welchen Regionen sowie in welchem Ausmass die Qualität unter den schwierigen Bedingungen gelitten habe, noch nicht zuverlässig eingeschätzt werden.

Ähnlich tönt es vom Dachverband Schweizerischer Müller (DSM). Auch beim DSM sei es zu früh, um eine definitive Einschätzung der Ernte zu geben, da die Mühlen derzeit noch auf das gedroschene Getreide warteten: «Sicher ist 2021 aber eine schwierige Ernte, die je nach Lage, zirka zwei bis drei Wochen später als in normalen Jahren gedroschen werden kann. Diese Verzögerungen machen den Mühlen teilweise Sorgen, denn – wie jedes Jahr – haben die Mühlen auch dieses Jahr darauf geachtet, dass die Lagerbestände auf einem relativ tiefen Stand sind, damit die Ware ab Ernte auch problemlos übernommen werden kann», sagt Lorenz Hirt, DSM-Geschäftsführer.

Allenfalls Importe

Allerdings geht der DSM aktuell trotzdem von einer quantitativ und qualitativ eher schwachen Ernte aus. Welche Auswirkungen dies schlussendlich auf die durchschnittliche Mehlqualität haben werde, könne aber erst nach Abschluss der Laboranalysen und der Backversuche seriös beurteilt werden.

Ein allfällig notwendiger Ausgleich mit Importware könnte laut Lorenz Hirt aufgrund der ebenfalls schwierigen Situationen in den umliegenden Ländern anspruchsvoll bezüglich Mengen, Preis und Qualitäten werden.

Kommentare (1)

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  • MaWi | 08.08.2021
    So schnell geht es: Von der letztjährigen Brotgetreideernte hat man über 33'ooo Tonnen qualitativ gute Ware mit zwangsweiser finanzieller Unterstützung der Produzenten in den "Sautrog" geleitet. Das rächt sich jetzt. Früher hatte man Vorräte, dies ist heute nicht mehr modern und kostet angeblich nur viel Geld.

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