Glyphosat: Kein Verkaufsverbot

Der Nationalrat will den Verkauf des Pestizids Glyphosat nicht temporär verbieten. Er hat am Montag eine Motion von Louis Schelbert (Grüne/LU) mit diesem Anliegen mit 120 zu 63 Stimmen abgelehnt.

Der Nationalrat will den Verkauf des Pestizids Glyphosat nicht temporär verbieten. Er hat am Montag eine Motion von Louis Schelbert (Grüne/LU) mit diesem Anliegen mit 120 zu 63 Stimmen abgelehnt.

Glyphosat sei bereits im Urin der Schweizer Bevölkerung nachgewiesen worden, sagte Schelbert. Laut einer Studie aus Deutschland habe es auch in Muttermilchproben Rückstände dieses Pestizids gegeben. Nicht umsonst hätten die Detailhändler Migros und Coop glyphosathaltige Produkte aus dem Angebot genommen.

Trotz dieser Hinweise wird laut Schelbert die Anwendung von Glyphosat vom Bund gefördert und verteidigt. Mit der Motion wollte er den Bundesrat auch beauftragen, bei der Zulassung von Produkten das Vorsorgeprinzip anzuwenden und dabei nur wissenschaftliche Beurteilungen von Behörden zu berücksichtigen.

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann erklärte, bereits heute müssten Pflanzenschutzmittel ein Bewilligungsverfahren durchlaufen, bevor sie auf den Markt kämen. Damit werde das Vorsorgeprinzip beachtet. Solche Mittel würden zudem nur bewilligt, wenn sie nach vorschriftsgemässer Benutzung keine negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt hätten.

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