Ein mögliches Glyphosat-Verbot in der Europäischen Union würde ohne gleichwertige Alternative erhebliche Folgekosten für die dänischen Landwirte nach sich ziehen und dabei insbesondere Betriebe mit konservierender Bodenbearbeitung hart treffen.
Nach Berechnungen des Beratungsunternehmens Seges würde der ersatzlose Wegfall des Totalherbizids konventionelle Betriebe im Schnitt umgerechnet rund 120 Euro/ha (125 Fr.) kosten.
Noch deutlich teurer würde ein Glyphosat-Verbot in Betrieben mit pflugloser Bodenbearbeitung. Hier rechnen die Fachberater mit zusätzlichen Ausgaben von bis zu 270 Euro/ha (280 Fr.). Sie gehen davon aus, dass beispielsweise die einträgliche Erzeugung von Grassamen, die in Dänemark eine wichtige Rolle spielt, unter diesen Umständen nur noch unter erheblichem Zusatzaufwand und Zusatzkosten möglich sein wird.
Zusätzlich erwartet Seges, dass die wegen ihres Nachhaltigkeitsaspektes eigentlich erwünschte pfluglose Bodenbearbeitung nach einem Verbot von Glyphosat deutlich reduziert wird oder womöglich ganz verschwindet. Auch sei damit zu rechnen, dass der Einsatz von weniger effektiven Herbiziden zwangsläufig ausgeweitet werden müsse, um dem Unkrautdruck zu begegnen. Nach Einschätzung der Fachleute könnte der gesamte Herbizidverbrauch ohne Glyphosat um rund ein Fünftel steigen.
