Güllemädli kein Futterrisiko

Nach dem Güllen mit dem Schleppschlauch sollte man drei bis vier Wochen warten bis zum nächsten Schnitt.

Wird die Gülle wie bald vorgeschrieben mit dem Schleppschlauchverteiler ausgebracht, bleiben die Feststoffreste bei trockenem Wetter oft wochenlang auf der Futterfläche sichtbar. Im Güllemädli sind sie laut der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (D) fünfmal konzentrierter als bei der Breitverteilung, deshalb wirken die Güllebänder optisch «schmutziger».

Regnet es bis zum nächsten Schnitt wenig, ist kaum vermeidbar, dass Rückstände ins Futter gelangen. Dafür, dass Güllereste die Futterhygiene belasten, hat es jedoch bislang keine wissenschaftlichen Beweise gegeben. Untersuchungen belegten bislang nur, dass direkt nach dem Güllen mehr Clostridiensporen und E.coli auf dem Gras zu finden sind.

Ihr Gehalt sinkt in den folgenden Wochen wieder, sodass die Pflanzen zur Ernte kaum mehr belastet sind. Zwischen dem Güllen und dem nächsten Schnitt sollen mindestens drei bis vier Wochen liegen. Probleme hinsichtlich Fehlgärungen gehen nach bisherigem Wissen stärker von bodenbürtigen Clostridien aus.

Lückige Grasnarben und tief eingestellte Erntetechnik sind demnach die grössere Quelle dafür, dass gärschädliche Keime ins Futter gelangen. 

Kommentare (6)

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  • kenta14 | 21.07.2021
    Güllemädli sind tatsache, und das Zeugniss unfachgerechter Ausbringung. Eine optimale Gülleausbringungung, ist nur mit Breitverteiler bei entsprechender Witterung möglich. SS ist nur für Anfänger.
  • Cello | 21.07.2021
    Das Bild oben ist kein gutes Beispiel. Kein dichter Bestand, dann geht die Gülle schon runter... Aber wenn eine Weide mit dichtem Bestand mit dem Schleppschlauch gegüllt wird, dann sieht es ganz anders aus. Auch das Fahren in eine nachgeschossene Wiese kann sich zum Bumerang entwickeln, denn das Gras wird von den Rädern flachgedrückt und dann liegen die Mädli auf dem Gras. Fragt mal eine Tierarzt was er zu den Strohmädli im Futter sagt.
  • Othmar Bernet | 20.07.2021
    Dieser AK ist die Antwort auf die Entscheide der Politik und das Ammoniakprojekt des LBV und dem neuen Forschungs Standort von Agroscop in Sursee.Es sind schon unzählige Bauern die schon lange umsetzen,was man bis jetzt leider nir erforscht hat.Und nach meinen Kenntnissen ist das Forschungprogramm leider wieder nur einseitig aufgestell.Wir Bauern,die Hofünger aufbereiten und den Boden mikrobiell wieder aktivieren,damit dieser wieder gesunde Narungs und Futtermittel hervor bringt, woolen mitreden
  • Othmar Bernet | 20.07.2021
    Im ersten Arbeitskreis für Hofdünger Aufbereitung, werden diese Themen angeschaut. Dazu werden Fachspezialisten eingeladen jeweil wieder über ein spezifisches Thema zu reden. Die Arbeitskreise werden von Probio finanziel unterstützt. Sie sind offen für Ip und Bio Bauern. Wir sind der erste AK der beide Produktionsichtungen vereint und alle können voneinder lernen und auch profitieren. Der AK ist im Kt. Luzern es dürfen aber auch ausser kantinale Bauern mit machen.
  • Othmar Bernet | 20.07.2021
    Es ist sehr erstaunlich,dass gerade die Politiker/Innen die am meisten von Klimaschutz reden am wenigsten Ahnung haben,was wirklich passiert,wenn konzentriert Ammoniak auf dem Boden auftritt. Dann entsteht nähmlich das Lach Gas, dass 300mal schädlicher als CO2 oder Ammoniak oder Metangsa ist.Dieses Gas verbleibt 120Jahre in der Atmossphäre mit einer Halbwertszeit wie bei Atom.Also sollte man alle Natinalräte, die Für das Schleppschlauch Obligatorium stimmten, als Klimasünder anzeigen und büssen!
  • Othmar Bernet | 20.07.2021
    Der Schleppschlauch ist nur so gut, wie die Gülle die damit ausgebracht wird. Heisst wird die Gülle aufbereitet, verottet der Mist restlos in der Gülle. Das würde ja den Schleppschlauch dann auch wieder völlig überflüssig machen, da dann kein Ammoniak Ausstoss zu verzeichnen ist. Wenn der Natinalrat der Motion Hegglin gefolgt wäre, hätte der Bundesrat den Auftrag gehabt, die Forschung an zu leiten, Mikrobielle Hofdünger Aufbereitung genauer zu erforschen.

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