Hält Boom nach Regio-Produkten an?

Die Corona-Krise hat das Einkaufsverhalten der Schweizer verändert. Sie setzen stärker auf Herkunft Schweiz und Regionalität. Und sie wollen es gemäss Umfrage auch nach der Krise tun. Was denken Sie? Bleibt die Nachfrage nach Regionalprodukten nach der Krise bestehen? Oder bricht dieser Trend ab? Abstimmen und mitdiskutieren

Die Corona-Krise hat das Einkaufsverhalten der Schweizer verändert. Sie setzen stärker auf Herkunft Schweiz und Regionalität. Und sie wollen es gemäss Umfrage auch nach der Krise tun. Was denken Sie? Bleibt die Nachfrage nach Regionalprodukten nach der Krise bestehen? Oder bricht dieser Trend ab? Abstimmen und mitdiskutieren

Die Corona-Krise hat weitreichende Veränderungen in allen Bereichen des Alltags. Das Institut für Kommunikation und Marketing (IKM) der Hochschule Luzern hat eine repräsentative Umfrage durchgeführt und eine Studie dazu publiziert. Ziel der Studie war es, herauszufinden, ob die Corona-Krise ein nachhaltiges Konsumverhalten fördert und falls ja, ob dieses längerfristig Bestand hat.

Regionalität ist wichtiger - Preis weniger

Unter anderem beschäftigte sich die Studie mit dem Einkaufsverhalten der Konsumentinnen und Konsumenten. Es sei ein klarer Trend zum verstärkten Kauf von regionalen und schweizerischen Produkten zu beobachten, schreiben die Studienautoren. Diese beiden Kriterien sind die Wichtigsten für die Studienteilnehmenden, seit Beginn der Krise noch stärker als zuvor.

Die Studienautoren interpretieren dies als «Besinnung auf das Wesentliche» und als eine gestiegene Wertschätzung von lokalen und regionalen Anbietern. Zudem könne die Unsicherheit der internationalen Beziehungen eine nachgeordnete Rolle spielen. Während die Kriterien «Schweiz», «Region» und «aktuelle Verfügbarkeit» den Befragten klar wichtiger sind als vor 3 Monaten, sind «günstiger Preis» und «in Aktion» etwas weniger wichtig geworden.

SBV erfreut

Der Schweizer Bauernverband (SBV) zeigt sich über das Einkaufsverhalten erfreut. «Uns freut diese Entwicklung und die damit verbundene Wertschätzung natürlich sehr», sagt Urs Schneider, stv. Direktor des SBV. Die Schweizer hätten grundsätzlich eine positive Einstellung zu einheimischen Lebensmitteln und viele Konsumenten achteten schon bisher auf regionale Herkunft. «Es ist sehr erfreulich, dass diese Haltung weiter gestärkt wurde und zusätzliche Bevölkerungskreise sich dieser anschliessen», sagt Schneider.

Ist Regionalität den Schweizerinnen und Schweizern auch nach der Krise wichtig? Die Studie deutet darauf hin, dass dies so sein wird. Die Konsumentinnen und Konsumenten gaben an, auch in Zukunft auf ein regionales Einkaufsverhalten achten. Sie wollen ausserdem öfters im Hofladen oder im Quartierladen einkaufen.

Hofladen-Besuche auch nach der Krise

Das sei eine grosse Chance, sagt Urs Schneider vom SBV: «Viele Personen haben regionale und einheimische Produkte neu oder wiederentdeckt und insbesondere auch den Einkauf in Hofläden. Diese haben aktuell grossen Zulauf.» Der Bauernverband hoffe sehr, dass diese Entwicklung nachhaltig sei und Regionalität und Saisonalität beim Einkauf von Lebensmitteln wichtige Einkaufskriterien blieben. «Die Corona-Krise hat den Menschen auch vor Augen führt, dass kurze Transportwege und eine Produktion in der Nähe weniger krisenanfällig sind», so Schneider.

Die Studie zeigt auch, dass die Menschen sich mehr um ihre Mitmenschen und sich selbst sorgen wollen. Sie wollen ihrer Familie mehr Zeit widmen, bewusster auf ihre Gesundheit sowie auf die Work-Life-Balance achten.

Was denken Sie, liebe Leserinnen und Leser? Setzt sich der Trend steigender Nachfrage nach regionalen Produkten nach dem Ende der Coronakrise fort? Oder sind Sie der Meinung, dass andere Kriterien wie der Preis wieder wichtiger werden? Abstimmen und mitdiskutieren

Die Befragung wurde von der Hochschule Luzern mit Unterstützung der Stiftung Mercator und des «LINK Instituts» durchgeführt. An der repräsentativen Befragung nahmen 1003 Personen aus der ganzen Schweiz teil.

Das Wetter heute in

Lesershop

Hier gehts zum Lesershop

Umfrage

Kriegsgefahr: Habt Ihr Eure Lager gefüllt?

29.5 % Ja, Treibstoff
2.2 % Ja, Hilfstoffe
30.8 % Ja, Treib- und Hlfsstoffe
37.5 % Nein

Teilnehmer insgesamt 224

Zur aktuellen Umfrage

Bekanntschaften

Suchen Sie Kollegen und Kolleginnen für Freizeit und Hobbies? Oder eine Lebenspartnerin oder einen Lebenspartner?