Hirntumorrisiko wegen Pestiziden?

Bio-Landwirt und Nationalrat Kilian Baumann (Grüne, BE) vermutet, dass Kinder gehäuft wegen Pflanzenschutzmitteln an einem Hirntumor erkranken. Er nimmt Bezug auf eine Studie der Universität Bern, in der im Zeitraum von 1985 bis 2015 die geografische Verteilung des Krebsrisikos bei Kindern untersucht wurde.

Bio-Landwirt und Nationalrat Kilian Baumann (Grüne, BE) vermutet, dass Kinder gehäuft wegen Pflanzenschutzmitteln an einem Hirntumor erkranken. Er nimmt Bezug auf eine Studie der Universität Bern, in der im Zeitraum von 1985 bis 2015 die geografische Verteilung des Krebsrisikos bei Kindern untersucht wurde.

Der Studie zufolge bestehe im Seeland und im nördlichen Kanton Zürich ein bis zu 23 Prozent höheres Risiko für Kinder, an einem Hirntumor zu erkranken. Die betroffenen Regionen seien von intensiver landwirtschaftlicher Nutzung geprägt, sagt Baumann.

«Die dabei eingesetzten Pestizide verbreiten sich über die Luft und können im Hausstaub nachgewiesen werden», fährt er fort und will deshalb vom Bundesrat in einer Interpellation wissen, wie im Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel berücksichtigt werde, dass Kinder empfindlicher auf bestimmte Umwelteinflüsse als Erwachsene reagierten. Weiter will er wissen, was der Bundesrat konkret tue, um die Risiken der Luftverfrachtung von Pestiziden rasch und signifikant zu reduzieren. 

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