In Kasachstan ist ein Ausfuhrverbot für Rind- und Kleinvieh für sechs Monate verhängt worden. Die Ende Dezember in Kraft tretende Massnahme soll weitere Preissteigerungen bei Fleisch am Binnenmarkt verhindern, geht aus einer Mitteilung des nationalen Landwirtschaftsministeriums hervor.
Von Anfang 2021 bis November seien die durchschnittlichen Preise für Rindfleisch um 15% und für Lammfleisch um 21% gestiegen. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres seien mit etwa 161’000 Stück Rindern und 112’000 Stück Kleinvieh die Ausfuhren gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum auf das 5,6- beziehungsweise 6,7-Fache gestiegen.
Dagegen stagniere die Auslastung der inländischen Fleischverarbeitungsbetriebe auf einem niedrigen Niveau von gut 50%. In den ersten zehn Monaten 2021 seien rund 173’000 t Fleisch verarbeitet worden und damit nur 18% der Gesamtproduktion.
Gleichzeitig sind die Exporte von Kartoffeln und Karotten aus dem Land für drei Monate ausgesetzt. Hierbei reichten die diesjährigen Erntemengen für die Versorgung des Binnenmarktes und die Erhaltung des Exportpotenzials zwar aus; es sei jedoch zu berücksichtigen, dass angesichts der niedrigen Gemüse- und Kartoffelernten in den Nachbarländern eine erhöhte Nachfrage dort danach bestehe, was Folgen für die Preise in Kasachstan haben könnte.
Die Regierung wolle die Zweckmässigkeit der getroffenen Exporteinschränkungen regelmässig überprüfen und im Falle einer Stabilisierung der Binnenversorgung über deren vorzeitige Abschaffung entscheiden, heisst es in der Mitteilung.
