Ins höhere Gras güllen

Der Schleppschlauch bringt Vorteile bei der Flexibilität. Seinen Nachteil, Güllemädli, kann man vermeiden.

Ist der erste Silo- oder Heuschnitt vom Feld, macht eine Güllegabe Sinn, sobald das Wetter es zulässt. Laut dem Strickhof in Lindau ZH sind tiefe Temperaturen, ein möglichst bedeckter Himmel und wenig Wind ideal, um die Ammoniakverluste auf ein Minimum zu reduzieren – auch beim Güllen mit dem Schleppschlauch.

Dem Gras etwas Zeit geben

Ein kleiner Regenschauer von 5 bis 10 Millimetern in den Stunden nach dem Güllen helfe, die Nährstoffe in den Boden einzuwaschen, so die Zürcher Berater. Damit es nicht zu dicken Güllemädli kommt, raten sie, nicht unmittelbar nach dem Schnitt zu düngen.

Wenn das Gras wieder etwas in die Höhe gewachsen sei, könne insbesondere der Schleppschuh seine Vorteile ausspielen. Er drücke den Pflanzenbestand leicht auseinander und lege die Gülle direkt auf den Boden ab. Die Blätter und Halme würden so sauber bleiben. Aber nicht nur das: Bei der bodennahen Ausbringung mit Schlauch oder Schuh öffnen sich demnach grössere Ausbringfenster, optimale Bedingungen zum Güllen bestehen noch Tage nach dem Schnitt. Gerade bei intensiv genutztem Grünland mit hohen Anforderungen an die Futterqualität ist das ein Vorteil.

Etwas Wasser zugeben

Ein weiterer Rat: Verdünnte Gülle dringt besser in den Boden ein, es bleiben weniger Rückstände an den Pflanzen haften, und die Gefahr von Futterverschmutzungen und Ammoniakemissionen sinkt.

Kommentare (9)

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  • nano | 26.05.2026
    Die Zeitschrift Schweizer Landtechnik hatte diesen Frühling erstmalig den Mut die klassischen mithochgewachsenen Güllemädli öffentlich zu zeigen. Es hat bestimmt jeder Rindviehhalter solche Bilder auf seinem Handy und diese Probleme auf seinem Betrieb und sucht aussichtslos nach Lösungen. Wie soll so gute Silage erzielt werden, wie soll so sterile Käsereimilch erzeugt werden? Wo können diese massiven Verluste in der Swiss-Bilanz geltend gemacht werden? Die sogenannte Fachwelt und Politik behauptet noch heute das dies gut sein soll? Und lässt auch keine weitere Studie zu...
  • Bütler | 18.05.2026
    Ich habe immer mit Prallteller gearbeitet. Ich habe bei jedem Wetter gefüllt ausser bei Starkregen. Ich hatte eigenes Wasser habe die Gülle immer mit Verroter behandelt dabei in Trockenperioden 60-70 qm pro ha ausgebracht. Den Pralltellerer ohne Spannen der Klappe grosstropfig ausgebracht. Ich setzte nie Kunstdünger ein. Erreichte regelmäßig Erträge zwischen 14.5-15t Ts pro ha. Ich hatte kein Silobetrieb Ich konnte Weiden und Grasen hatte nie Probleme.
  • Ruppa | 18.05.2026

    Wir menschen sind dass grosse übel,unsere väter hatten noch respect vor der mutter natur,heutige bauern sehen nur noch mani u.schnellikeit,ohne rücksicht auf die erde

  • Roland | 18.05.2026
    Das tragische an der ganzen Schleppschlauchpflicht ist, das die Umwelt der größte Verlierer ist. Wie viel zusätzliche Energie wird für das ganze Zusätzliche Gewicht, Gülleseparation und die graue Energie für die Herstellung und den Verschleiß dieser Ausbringtechnik verschwendet! Wir, die Natur und die Tiere bezahlen den Preis für eine geschickte Klimalüge der Politiker. Doch keiner dieser Schreibtischtäter hat den Mut seine Fehler zuzugeben. Stattdessen wird die "Forschung" weiter vorgeschoben um das Handeln zu rechtfertigen. Unterdessen Gasen die Güllenmädli weiter aus die niemand misst, da eine Studie ja dem Auftraggeber dienen soll. Ich glaube schon lange keiner Studie mehr, die ich nicht selber verfälscht habe!
  • Res | 18.05.2026
    Bei uns ist der Ertrag auf den Flächen, welche mit dem Schleppschlauch gegüllt werden müssen, markant zurück gegangen. Wo sind wohl die Nährstoffe? 10 mm Regen mit oder nach dem Güllen sind ein Segen, aber warte in der heutigen Zeit einmal darauf. Wir richten den Schnittzeitpunkt wenn möglich jetzt schon auf das folgende und nicht das aktuelle Wetter aus. Beim Prallteller reicht schon viel weniger Regen und die Nährstoffe sind im Boden. Wir beobachten auch, dass sich der Futterbestand verschlechtert.
  • Sämu | 17.05.2026

    Höheres gras güllen funktioniert nur in der theorie, in fahrspuren schmiert man das gras trotzdem voll, darum nur frisch geschnittenes gras güllen!

  • Ketzer | 17.05.2026
    Güllen mit Schleppschlauch ist so sinnvoll wie ein Arschloch am Ellenbogen.
    • Baddeli | 18.05.2026
      Dieser Kommentar wurde von der Redaktion entfernt.
    • Beat Filliger | 18.05.2026
      Solche allgemeine Aussagen kommen von Personen die ihren Betrieb in der Regel produktinstechnisch komplett nicht im Griff haben. Inkompetenz vom Feinsten.
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