In Dänemark haben deutlich mehr Junglandwirte die vom Landwirtschaftsministerium ausgelobte Niederlassungsbeihilfe beantragt, als erwartet worden ist. Insgesamt summieren sich die Anträge auf umgerechnet etwa 30,5 Mio. Euro (29,9 Mio. Fr.). Das sind 5,3 Mio. Euro (5,2 Mio. Fr.) mehr als der zugewiesene Rahmen.
Bedingungen gelockert
Ressortchef Jacob Jensen begrüsste das grosse Interesse. Er wolle mehr junge Menschen ermutigen, sich für die Landwirtschaft als Beruf zu entscheiden. Jensen kündigte an, zusätzliche Mittel aufzutreiben, um alle Anträge berücksichtigen zu können. Dazu will er gegebenenfalls Gelder aus dem kommenden Haushalt vorziehen.
Im vergangenen Jahr hatte der Minister die Bedingungen für die Existenzgründungsbeihilfe gelockert. Die Pflicht des Nachweises einer einschlägigen Ausbildung wurde fallen gelassen. Aktuell reicht auch der Nachweis praktischer Erfahrungen, um bei den Anträgen berücksichtigt werden zu können. Jensen betonte, das sei die richtige Entscheidung gewesen.
Finanzrahmen wird aufgestockt
«Wir müssen die besten Rahmenbedingungen schaffen, damit es für junge Landwirte einfacher und attraktiver wird, den Staffelstab von früheren Generationen zu übernehmen», unterstrich der Minister. In der dänischen Landwirtschaft stehe ein Generationswechsel vor der Tür, denn bis 2030 werde voraussichtlich bis zu einem Drittel der Landwirte aufhören.
Aus diesem Grund hätten sich Regierung und die Parteien der «grünen Dreiergruppe» darauf geeinigt, den Finanzrahmen für das Start-up-Programm bis 2030 um insgesamt 26 Mio. Euro (25,5 Mio. Fr.) aufzustocken. Laut dem Minister soll eine noch einzusetzende Expertengruppe bis Ende 2024 einen Bericht über die besonderen Herausforderungen der Junglandwirte vorlegen.
